Full text : Baugenossenschaften und der Berliner Spar- und Bauverein

82

Stiftungsfest  wird  regelmäßig  iu  würdiger  Weise  begangen.
Pfingsten  wird  durch  ein  Frühkonzert  gefeiert,  und  an
anderen  musikalischen  Aufführungen,  bei  denen  auch  Gäste
mitwirkten,  hat  es  nicht  gefehlt.  Die  Feier  der  Grundsteinlegung ­
  zu  dem  vierten  Genossenschaftshause  in  der  Stargarder
Straße  wurde  durch  die  Mitwirkung  dieses  Sängerchors  verschönert. ­
  Gelegentlich  wird  auch  den  Genossen  zur  Feier
ihres  Geburtstages  ein  Ständchen  gebracht.  Die  Übungen
unter  der  Leitung  eines  tüchtigen  Dirigenten  sind  hauptsächlich ­
  der  Pflege  des  Volksliedes  gewidmet.
Als  ein  Weihnachtsgeschenk  erhielt  die  Hausgenossenschaft ­
  im  Jahre  1897  von  dem  Vorstande  des  Berliner  Sparund ­
  Bauvereins  aus  den  Zinsen  der  Levy-Sclienkung  100  M.,
um  dafür  Turngeräte  für  die  Kinder  anzukaufen.  Es  wurden
denn  auch  ein  Reckgerüst  nebst  Reckstange,  Leiter,  Kletterstange, ­
  Klettertau,  zwei  Ringe  usw.  besorgt  und  auf  dem  Hofe
aufgestellt.  Die  Kosten  der  Turngeräte  beliefen  sich  auf
67  M.,  sodaß  noch  33  M.  für  ähnliche  Zwecke  oder  zur  Erneuerung ­
  der  Geräte  übrig  blieben.  Wahrend  den  Kindern
dadurch  die  Gelegenheit  geboten  wurde,  gymnastische  Übungen
zu  machen,  fehlt  ein  Turnverein  für  die  erwachsenen  Mitglieder ­
  der  Hausgenossenschaft.
Für  die  kleinen,  noch  nicht  schulpflichtigen  Kinder  wurde
ein  Kindergarten  eingerichtet,  dessen  Leitung  die  Tochter  des
Geheimrat  Professor  Post  aus  Interesse  an  der  Sache  bereitwilligst ­
  übernahm.  Sie  hat  es  verstanden,  den  Kindern  „eine
liebende  Mutter,  geduldige  Gespielin  und  treue  Lehrerin  zu
sein.“  Unter  ihrer  Leitung  wurde  jedes  Jahr  für  die  Kinder
ein  Weihnachtsfest  mit  Aufführungen  veranstaltet,  an  welchem
sämtliche  Kinder  beschenkt  wurden.  Im  Sommer  wurden
auf  dem  Hofe  der  Ansiedlung  ebenfalls  Kinderfeste  gefeiert,
an  welchen  nicht  nur  die  Mitglieder  der  Hausgenossenschaft,
sondern  auch  viele  Gäste  aus  der  Umgegend  teilnahmen.  Für
die  Kinder  wurden  ferner  noch  Lichtbildervorführungen  und
Vorstellungen  eines  Marionettentheaters,  auch  zur  Belustigung
der  Erwachsenen  veranstaltet.  Da  hinter  der  Ansiedlung
noch  Land  frei  war,  ist  es  an  die  einzelnen  Genossen  verpachtet ­
  worden,  um  dort  eine  Laubenkolonie  anzulegen  und
Landwirtschaft  zu  betreiben.  Es  wurde  ein  Brunnen  auf-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.