Full text: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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amerikanischen Eisenbahnen angestellt sind. Wie gering 
diese Zahl ist, erkennt man leicht daraus, daß beispielsweise 
Preußen auf seinem mehr als zehnmal kleineren Eisenbahn 
netz 345 000 Beamte und Arbeiter, d. h. verhältnismäßig 
über dreimal mehr als die Union, beschäftigt. Tadellos — 
das muß hervorgehoben werden — funktioniert der Tele 
graphenverkehr mit den Eisenbahnzügen. Depeschen folgen 
dem Zug, sobald man dessen Nummer korrekt angibt, bis 
zu jeder einzelnen Station. An den Bahnhöfen sind zu 
meist die Bureaus der „Western Union Telegraph Co.“ 
installiert, die 1901 über 23 238 Bureaus, 193 589 
englische Meilen „poles and cables“ und 972 766 Meilen 
„wire“ verfügten, gegen 3972 Bureaus, 54 109 Meilen 
Stangen und Kabel und 112 191 Meilen Draht im 
Jahre 1870. Neben der „Western Union Telegraph Co.“, 
der vertragsmäßig fast der gesamte Bahn-Telegraphen 
dienst obliegt, besteht die „Postal Telegraph Cable Co.“ 
mit einem gleichfalls ziemlich ausgedehnten Drahtnetz, 
für das jedoch keine genauen statistischen Daten vor 
liegen. Die „Postal“ hat ihre Bureaus zumeist in den 
Städten. Werden Depeschen durch den „Postal“-Stadtdienst 
an einen Eisenbahnzug aufgegeben, so bringen die „Messenger 
boys“ die Telegramme an den Zug zugleich mit Blanko- 
Formularen, falls eine Rückantwort zu erfolgen hat. Wird 
an irgend einer Station die Abgabe der eingegangenen 
Depesche versäumt, so lassen die Ämter die Depesche in 
bemerkenswerter Zuvorkommenheit so lange nachfolgen, bis 
der Empfänger erreicht ist. Die „Postal Telegraph Cable Co.“ 
ist im übrigen in enger Beziehung mit der „Commercial 
Cable Co.“, die die „Deutsch - Atlantische Telegraphen 
kompagnie“ vertritt und den Dienst via Azoren—Emden 
leitet. 
Mit dem Präsidenten der „Postal Telegraph Cable Co.“,
	        
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