218
(„Plate dass Trust“) veranstaltet hatte. Dem „Plate dass
Trust“ in Pittsburg gehören die Fabriken in Creighton,
Tarentum, Ford-City, Charleroi, Elwood, Kokomo, Crystal-
City und Walton an; der Trust kontrolliert 80 Proz. der
gesamten Spiegelglasfabrikation des Landes. Innerhalb der
letzten drei Jahre bis 1901 hatte der Trust ■— das wurde
in der Diskussion ausgeführt — seine Preise um 100
bis 150 Proz. erhöht. Die Erhöhung rechtfertige sich
nur zum Teil durch die erhöhten Preise für das Rohmaterial,
die Erhöhung der Löhne könne nicht wesentlich in Betracht
kommen, denn sie sei sehr unbedeutend. Der Trust habe
es verstanden, den Tarif-Bonus selbst über den Zoll hinaus
auszunützen, und charakteristisch wurde hervorgehoben: Ein
gigantischer Trust, wie der für Spiegelglas, brauche kein voll
kommenes Monopol, um imstande zu sein, exorbitante Preise
zu erpressen; die nicht mittrustierten, also unabhängigen
Fabriken, mit 20 Proz. Produktion, seien ganz zufrieden.
Der große Trust hielte „den Regenschirm“ für sie mit, und
„es gibt kein Heilmittel außer dem einfachen, gerechten,
vom gesunden Menschenverstand empfohlenen Heilmittel,
das in der Abschaffung des Schutzzolls besteht.“
In ähnlichem Sinne sprach sich damals zu mir einer
der klügsten, erfahrensten und angesehensten New Yorker
Anwälte aus, der sich über den Zusammenhang zwischen
Trustwesen und Schutzzoll in einem an mich gerichteten
Promemoria äußerte, dem ich einige markante Stellen
entnehme. Einleitend betonte mein Freund: „Ich schreibe
Ihnen weder als Pessimist noch als Demokrat, sondern als
Republikaner, und zwar als ein solcher, der der Meinung
ist, daß »Protection« nicht in »Prohibition« ausarten darf.
Der Schutzzoll sollte bei uns gerechterweise nur insoweit zu
gelassen werden, als er einen »fairen« Unterschied zwischen
der amerikanischen und der Auslands-Arbeit zu bilden und