Full text : Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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durch  die  bloße  Macht  des  Geldes  Kunstsammlungen  nicht
improvisieren  könne,  aber  diese  Zensoren  sind  sich  über
die  ungünstige  Tragweite  ihrer  unfreundlich  formulierten
Auslassungen  kaum  im  klaren,  denn  sonst  würden  sie  für
das,  was  sie  zu  sagen  hätten,  andere  Linien  einhalten.
Es  fällt  mir  allerdings  nicht  entfernt  ein,  einen  Teil  der
amerikanischen  Presse  von  der  Mitschuld  an  der  zeitweiligen
Verhetzung  zwischen  den  beiden  Nationen  freizusprechen.
Das  wäre  auch  gar  zu  beschämend  für  uns.  Auch  in  der
Neuen  Welt  ist  man  gewiß  bisweilen  taktlos  und  vorurteilsvoll,
und  zudem  nicht  selten  durchaus  einseitig  unterrichtet.  Wo
dies  der  Fall  ist,  wollen  wir  nicht  als  Rivalen  auftreten
und  den  anderen  nicht  den  Ruhm  solcher  Überlegenheit
streitig  machen.
Es  ist  unfraglich  und  wird  von  niemandem,  der  Land
und  Leute  auf  beiden  Seiten  des  Ozeans  kennt,  bestritten
werden  können,  daß  der  Presse  und  dem  Nachrichtendienst
beider  Länder  eine  der  größten  Aufgaben  in  der  Gestaltung
der  deutsch-amerikanischen  Beziehungen  zugewiesen  ist  in
weittragender  Bedeutung  und  in  schwerer  Verantwortlichkeit.
Es  kann  mir  selbstverständlich  nicht  beikommen,  all  die
hierunter  einzubeziehenden  Fragen  namentlich  unter  politischen ­
  Gesichtspunkten  erschöpfen  zu  wollen.  Was  die
deutsche  Presse  anbetrifft,  so  meine  ich,  daß  sie  die  Mittel  besitzt, ­
  sich  zutreffend  über  die  ökonomischen  und  allgemeinen
Vorgänge  in  den  Vereinigten  Staaten  und  über  die  dort  maßgebende ­
  Stimmung  zu  unterrichten.  Hierbei  jede  Kritik  in
weitestem  Umfang  —  gewiß,  und  dies,  wo  erforderlich,  zugleich
in  gebührender  Hervorhebung  unserer  eigenen  Vorzüge  und
unter  Zurückweisung  unberechtigter  Angriffe.  Nur  beachte
man  allezeit,  daß  lediglich  eine  vorsichtige,  besonnene
und  ausgleichende  journalistische  Tätigkeit  den  Einfluß  der
amerikanischen  „Jingo“-Presse  zu  mindern  und  den  Glauben
            
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