Full text: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

97 
7 
im gemeinsamen Interesse unseres Handels und unserer 
Industrie liegende Ideal aufzustellen, daß in der deutschen 
Abteilung der St. Louis-Ausstellung ein würdiges und an 
schauliches „Gesamtbild der Leistungsfähigkeit Deutschlands 
auf ideellem und materiellem Gebiet“ gegeben werde. Er 
folgt die Zustimmung unserer stolzen Großindustrien, so 
ist das gewiß hocherfreulich und ein überaus dankenswertes 
Verdienst dessen, der solche Zustimmung bewirkt. Im an 
dern Fall aber muß das Programm der amtlichen Denk 
schrift in seinen Hauptzügen sorgfältig innegehalten, müssen 
die Bedingungen beobachtet werden, die oben als grund 
legend erörtert worden sind. 
Die in der amtlichen Denkschrift als Kern der deutschen 
Ausstellungsabteilung bezeichneten drei Hauptgruppen — 
bildende Künste und Kunstgewerbe, Erziehungs- und Unter 
richtswesen, wissenschaftliche Apparate aller Art — sollen 
gewiß die allerweiteste Umgrenzung erfahren. Es scheint 
aber bedenklich, daß die Denkschrift „nach den bisher be 
kannt gewordenen Wünschen der Interessenten die Anreihung 
von Ausstellungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik und 
des Ingenieurwesens“ in Aussicht nimmt, obwohl sie den 
einschränkenden Zusatz macht, daß „im übrigen Erzeugnisse 
der Großindustrie nur insoweit zuzulassen sein werden, als 
aus den beteiligten Kreisen selbst der Wunsch zur Be 
schickung der Ausstellung sich geltend macht, und als die 
Anmeldungen die Gewähr dafür bieten, daß mit den vor 
zuführenden Schaustücken ein einigermaßen zutreffendes 
Bild von der Leistungsfähigkeit Deutschlands auf dem ein 
schlagenden Industriegebiet gegeben werden kann“. Diese 
Einschränkung dürfte unzulänglich sein. Ein bloß „einiger 
maßen zutreffendes Bild“ ist ein unzutreffendes Bild, und 
wir dürfen unser großes Ansehen auch nicht im kleinsten 
durch eine mangelhafte Repräsentation auf das Spiel setzen.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.