Full text : Die Reichseisenbahnen

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dieser  Weg  der  Einholung  von  Auskünften,  Rückfragen  u.  dgl.  zeitraubend ­
  und  umständlich.
Endlich  entstände  der  Vorteil,  daß  allein  durch  das  Bestehen  der
obersten  Reichsverwaltung  das  gesamte  Personal  und  alle  Einrichtungen
sich  mehr  und  mehr  ganz  selbsttätig  im  Sinne  der  künftigen  Reichsverwaltung ­
  einstellen  würden.  Besondere  Eingriffe  in  die  vorhandenen
Einrichtungen  könnten  vorerst  unterbleiben.  Es  wäre  alles  zu  übernehmen ­
  wie  es  steht  und  liegt.  Über  den  einzelstaatlichen  Verwaltungen
würde  zunächst  lediglich  eine  Zentralverwaltung  des  Reiches  gebildet
werden,  und  diese  hätte  es  nun  in  der  Hand,  nach  und  nach  Kräfte  und
Befugnisse  an  sich  zu  ziehen,  vor  allem  aber  von  sich  aus  und  ohne
kontradiktatorische  Verhandlungen  von  Partei  zu  Partei  die  finanzielle
Auseinandersetzung  mit  den  bisherigen  Eigentümern  der  Eisenbahnen
vorzubereiten.  Auf  diesem  Wege  scheint  es  möglich,  nicht  nur  wesentlich ­
  schneller  voran  zu  kommen,  sondern  vor  allem  auch  alle  Mißstimmmungen
  und  politischen  Schwierigkeiten  zu  vermeiden,  die  dann
unausbleiblich  sein  werden,  wenn  der  Gedanke  der  Reichseisenbahn  zum
Gegenstand  eines  Streites  um  Mein  und  Dein  gemacht  wird.  Dann  ist
'auch  zu  hoffen,  daß  —  um  mit  Bismarck  zu  reden  —  die  erste  Reichslokomotive
  zwar  nicht  die  deutsche  Freiheit  und  Einheit  bringen  wird,
wohl  aber,  daß  sie  ein  wirksames  Zugmittel  zu  diesem  Ziele  hin  abgibt.
            
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