Full text: Der russisch-japanische Krieg und die japanische Volkswirtschaft

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hat Japan die konsolidierte, moderne Form eines nationalen Staates 
nach dem Muster Westeuropas angenommen. 
Dieser Fortschritt in der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes 
zeigt sich am besten in einer Übersicht über den auswärtigen Handel, 
in der Gegenüberstellung des Gesamtwertes der Einfuhr und Ausfuhr. 
Die Statistik des auswärtigen Handels von Japan bringt über die Ent 
wicklung desselben folgende amtliche Ziffern in Millionen Jen. 
Jahr 
Wert 
Ausfuhr 
in Millionei 
Einfuhr 
i Den 
Zusammen 
1868 
15.5 
10.6 
26.1 
1873 
21.6 
28.1 
49.7 
1883 
36.2 
28.4 
61.7 
1893 
89.7 
88.2 
177.9 
1894 
113.2 
117.4 
230.7 
1895 
136.1 
129.2 
265.3 
1896 
117.8 
171.6 
289.5 
1897 
163.1 
219.3 
332.4 
1898 
165.7 
277.5 
443.2 
1899 
214.9 
220.4 
435.3 
1900 
204.4 
287.2 
491.6 
1901 
252.3 
255.8 
508.1 
1902 
258.3 
271.7 
530.0 
1903 
289.5 
317.1 
606.6 
Diese statistische Zusammenstellung läßt erkennen, daß der gesamte 
japanische Außenhandel seit dem Jahre 1868 uni das 23 fache zu 
genommen hat; für das Jahr 1873 beträgt die Zunahme das 12 fache, 
für 1883 das 9 fache und für das letzte Jahrzehnt, seit 1893 mehr 
wie das dreifache. Ganz exakt ist dieser Vergleich allerdings nicht, da 
sich innerhalb des hier angezogenen Zeitraumes sowohl die Währung 
der Landesmünze als auch die Form der statistischen Erfassung und 
Systematisierung verändert haben. Abgesehen jedoch von diesem Um 
stande, läßt die vorstehende Zahlenreihe deutlich die mächtige Aufwärts 
bewegung des japanischen Außenhandels zur Geltung gelangen. Die 
Ein- und Ausfuhr von Gold und Silber ist in diese Statistik nicht 
mit aufgenommen. 
Die großen Einfuhrüberschüsse des letzten Jahrzehntes über die 
entsprechende Ausfuhr rühren vorwiegend daher, daß die chinesische 
Kriegsentschädigung, auswärtige Staatsanleihen, Verschuldung durch 
fremde Kapitalanlagen im Jnlande und die ziemlich bedeutenden Ein 
nahmen der japanischen Volkswirtschaft aus dem Seefrachtengeschäft 
und dem Fremdenverkehr dazu gedient haben, im Lande selbst produktive
	        
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