Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Thomasphosphatmehl.

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Luftbade  oder  auch  über  freier  Flamme  auf  dein  Drahtnetz,  bis  sich  weide
Dämpfe  entwickeln.  Beim  Erhitzen  über  freier  Flamme  vollzieht  sich  die  Aufschließung ­
  in  Stunde.  Man  läßt  erkalten,  füllt  mit  Wasser  bis  zur  Marke  auf,
mischt  und  filtriert.  Die  filtrierte  Flüssigkeit  trübt  sich  nach  längerer  Zeit 1 )  häufig
durch  sich  ausscheidendes  Calciumsulfat,  das  sich  dann  aber  später  in  Zitronensäuren! ­
  Ammon  wieder  löst.  Ohne  darauf  also  Rücksicht  zu  nehmen,  wird  in  50  ccm
dieser  Lösung  die  Phosphorsäure  bestimmt  (vergl.  S.  152  unter/?).
Die  Aufschließung  des  Thomasphosphatmehles  mit  Schwefelsäure  hat  den  Vorteil,
daß  dadurch  die  Kieselsäure  so  gut  wie  vollständig  und  der  Gips  zum  größten  Teil
ausgeschieden  wird,  welche  beide  die  spätere  Fällung  der  Phosphorsaure  (vergl.  S.  153)
beeinträchtigen  können, 2 )  so  daß  man  stets  Lösungen  von  fast  gleichem  Gehalt  an  Gips
und  Tonerde  erhält.  Auf  diese  Weise  fallen  die  Ergebnisse  für  die  nach  dem  Zitrat-^erfahren
  bestimmte  Phosphorsäure  gleichmäßiger  aus.  Die  freie  Schwefelsäure  ist  nach
Fresenius 3 )  ohne  Einfluß  auf  die  Bildung  des  Molybdanuiederschlages  wenn  die
Phosphorsäure  nach  dem  Molybdänverfahren  bestimmt  wird.  Etwa  vorhandenes  Eisenoxydul
Wlf d  durch  die  Salpetersäure  der  Molybdänlösung  oxydiert.  Das  Aufschließen  mit  Schwefelte ­
  kann  aber  den  Nachteil  haben,  daß  sich  mitunter.  fodmb  “  tTrkt
Wandungen  ansetzt  und  dadurch,  daß  er  Phosphatlösung  emschheßt,  fehlerhaft  wirkt.
Wenngleich  dieser  Fall  nur  vereinzelt  vorkommt  so  wird  doch  von  manchem
Aufschließung  mit  Salzsäure  vorgezogen.  Dieses  Verfahren  ist  aber  vom
Verbände  landw.  Versuchs-Stationen  im  Deutschen  Reiche  als  unzulässig  erklärt
Worden. 1 )

m  Eine  vollsändige  und  glatte  Aufschließung  des  Thomasphosphatmehles  erreicht
Un  auc h  durch  Eindampfen  mit  Königswasser.  Indes  wird  hierdurch  leicht  etwas
viel  Fhosphorsäure  gefunden,  weil  der  vorhandene  Phosphor  in  Phosphorsäure
d u )er f eführt  und  mit  bestimmt  wird.  Freilich  geht  auch  ein  Teil  des  Phosphors
r °h  Aufschließen  mit  Schwefelsäure  und  Salzsäure  in  Phosphorsäure  über;  für
Eit'f  bUnlieb  sind  die  Differenzen  jedoch  nur  gering  und  hat  es  keinen  wesentlichen
u3 >  ob  man  mit  Schwefelsäure,  Salzsäure  oder  Königswasser  aufschließt.
b an ,  "•  ^itronensäurelösliche  Pliosphorsäure.  ö  g  des  natürlichen  oder  bei  Vorteilen ­
  groben  Stückchen  durch  ein  2  mm-Sieb  gesiebten  Thomasmehles  werden  in
an  61 | i  ccm_ Eolben  gebracht,  in  welchen  man  vorher,  um  das  hestsetzen  der  Substanz
2  0/  .  Wandung  zu  verhüten,  5  ccm  Alkohol  gegeben  hat;  der  Kolben  wird  mit
/o'iger  Zitronensäure,  deren  Temperatur  17,5°  beträgt,  bis  zur  Marke  aufgefüllt,
R  Kautschukpfropfen  verschlossen  und  ohne  \erzug  30  Minuten  lang  in  den
D  «erapparat  gebracht,  der  sich  30—40mal  in  der  Minute  um  seine  Achse  dreht,
gehnu° Sllng  wird  dann  sogleich  filtriert.  Diese  Bedingungen  müssen  strenge  inne
cn  Werden.  Besonders  ist  noch  folgendes  zu  beachten:
ten*;  DerRau «b  worin  die  Ausschüttung  vorgenommen  wird,  muß  eine  Durohschnitts-P
  atur  v on  17,5"  haben.

’)  Läßt  man  die  sauren
816  leicht  ganz  klare  Filtrate.

unfiltrierten  Lösungen  einige  Stunden  stehen,  so  geben

2 )  Dip 1 «  kl ^ r - 6  ..  ,  •  t  uac h  einigen  Versuchen  nicht  so  not-'
 Ve ndio- z JJle  Beseitigung  der  Kieselsäure  scheint  nacu  s
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.  —  sein,  45i.  „94  Bei  etwaiger  Anwendung
3 )  Zeitschr.  f.  anal.  Chemie  1864,  ’,  i: -!4;  l" 3 ’  „konzentrierter  Salzsäure  un
4 )  Landw.  Versuchs-Stationen  13J2 ‘  ,  '’ tme hl  mit  loO  ccm  Kieselsäure  l / a  Stunde
Salzsäure  verdampft  mau  10  g  Ph ° S £ tand  zur  Absche«*«  in  einen  500  ccm-Wasserhade
  zur  Trockne,  erwärmt  denWasser  auf,  &***
S 1 .  Luftbado,  nimmt  mit  salzsäurehaltigem
Kolh eil
            
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