fullscreen : Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

151

bemüht  ift,  nach  den  Ratfchlägen  der  rachverttändigen  Aerzfe  ihre  Arbeiter,  foweit  fie  Kriegsinvaliden ­
  geworden  find  oder  durch  einen  Unfall  ein  Glied  eingebüßt  haben,  angemeffen  weiter
zu  belchäftigen  und  fo  einem  nußbringenden  Berufe  zu  erhalten.  Denn  nur  auf  dietem  Wege  kann
es  gelingen,  wenigttens  einigermaßen  das  untägliche  Elend  zu  lindern,  das  dieter  unerhörte  Krieg,
wie  über  die  andern  beteiligten  Völker,  To  auch  über  unter  Vaterland  heraufbefchworen  hat.
Förderlich  war  der  Ausstellung  auch  der  überaus  zahlreiche  Befuch
nicht  nur  Barmer,  fondern  auch  auswärtiger  Verwundeter,  Sanitäter,  Jugendchöre ­
  und  Schulen,  welcher  durch  entfprechende  Befürwortung  der  Generalkommandos, ­
  der  Kgl.  Regierungen  und  Provinzial-Schulhollegien  erreicht
wurde.  Audi  das  an  die  verfchiedenen  Vereine  gerichtete  Erfuchen  des
Herrn  Oberbürgermeisters,  während  der  Ausftellungszeit  größere  Tagungen
zu  veranStalten,  fiel  auf  überaus  fruchtbaren  Boden,  indem  die  große  Zahl
der  Veranstaltungen  und  Vorträge  der  Ausstellung  nicht  allein  ftarhen  Befuch
  zuführte,  fondern  audi  eine  feltene  Fülle  vielfeitiger  und  gründlicher
Anregung  mit  fidi  bradite.
Zum  gaftlichen  Willkommen  der  fremden  Ausftellungsbefucher  wurde
der  Weg  vom  Hauptbahnhof  bis  zur  Stadthalle  reich  durch  Flaggenmaften
geziert,  ebenfo  wie  an  den  verfchiedenen  Zugängen  zur  Ausstellung  künftlerifche
  Empfangspforten  errichtet  waren.
Der  Erleichterung  des  Verkehrs  diente  die  Einftellung  von  verfchiedenen
Sonderzügen  auf  der  Staatseifenbahn,  den  Straßenbahnen  und  der  Bergbahn, ­
  die  Einrichtung  eines  Pendel-Auto-Betriebes  zwifchen  dem  Hauptbahnhof ­
  und  der  Aufteilung,  fodann  vor  allem  eine  erhebliche  Fahrpreisermäßigung ­
  für  größere  Vereine,  Schulen  und  dergl.
Zur  Kontrolle  der  Eintrittskarten  und  der  Ueberwadiung  der  Ausstellungsgegenstände ­
  war  ein  größeres  Kommando  von  Verwundeten  aus
den  Barmer  Lazaretten  verpflichtet,  für  die  Feuerficherheit  forgte  ein  Ständiger
Wachdienft  der  ftädtifchen  Feuerwehr.  Außerdem  waren  in  der  Ausheilung
Stationiert  eine  Sanitätswache  mit  Apotheke  und  Verbandskaften,  je  zwei
Polizei-  und  Kriminalbeamte,  fowie  Angehörige  der  Jugend  wehr  für  Kurierdienste. ­
  Die  Kontrolle  der  an  der  Tageskaffe  eingehenden  großen  Menge
von  kleiner  Münze,  die  ftatiftifche  Bearbeitung  der  Ausftellungsbefudier  nadi
verfchiedenen  Eintrittspreifen,  die  Dispofition  über  die  angemeldeten  Schulbefudie
  auf  die  befuchsärmften  Zeiten,  vor  allem  die  ftrenge  Buchung  der
Ausstellungsobjekte  und  deren  Verpackungsmaterial,  waren  durch  befondere
zweckmäßige  Einrichtungen  des  Ausftellungsbüros  geregelt.
Sämtliche  Ausstellungsräume  und  Gegenftände  wurden  alltäglidi  vor
der  Oeffnungszeit  unter  Aufficht  gründlich  gereinigt.  Die  Ausftellung  war
gegen  Feuersgefahr,  Einbruchsdiebftahl  und  Haftpflicht  verfidiert.
!
"
11
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.