Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Nachweis  der  Beschädigungen  durch  saure  Eauchgase.

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heißem  Wasser  gründlich  aus  und  versetzt  das  Filtrat  in  der  Hitze  mit  Essigsäure
his  zur  sauren  Reaktion  und  darauf  mit  Natriumkarbonat,  bis  die  Flüssigkeit  wieder
alkalisch  ist.  Nunmehr  gibt  man  zu  der  heißen  Flüssigkeit  siedendheiße  Chlorcaloium-Lösung,
  vermeidet  aber  jeden  Überschuß.  Der  erhaltene  Niederschlag  wird  auf  ein
gehärtetes  Filter  gebracht,  mit  Wasser  ausgewaschen  und  in  eine  Platinschale  gegeben; ­
  in  dieselbe  Schale  bringt  man  sodann  die  mit  Wasser  ausgezogene  Asche
und  trocknet  die  Schale.
Austreiben  des  Fluors.  (Fig.  3461.)  Die  auf  vorstehende  Weise  erhaltene
Asche  und  der  mit  Chlorcalcium  erhaltene  Niederschlag  werden  mit  3—6  g  feinst  gepulvertem ­
  Bergkristall  innig  vermischt  und  in  der  Platinschale  S  mit  der  10-fachen
Menge  vom  sauren  Kaliumsulfat  versetzt.
Boden  und  Ton  werden  ohne  weiteren  Zusatz  mit  dem  doppelten  Gewicht
sauren  Kaliumsulfates  versetzt.  Man  setzt  nun  den  Deckel  von  Platinblech  auf  die
Schale  und  verbindet  denselben  mit  der  Waschflasche  W.  Dieselbe  wird  gefüllt  mit
Kalilauge  (1  Teil  Kalihydrat:  3  Teilen  Wasser).  An  die  Waschflasche  schließen  sich
zwei  U-Röhren,  die  mit  Glasperlen  und  Kalilauge  gefüllt  sind;  das  Ganze  wird  an
eine  Säugpumpe  angeschlossen.  Die  Kalilauge  in  der  Waschflasche  ist  mit  Lackmus
blau  gefärbt;  sollte  der  Inhalt  sauer  werden,  so  ist  die  Waschflasche  sofort  gegen  eine
frisch  gefüllte  auszuwechseln.  Zu  Beginn  erhitzt  man  die  Schale  ganz  allmählich,
zum  Schluß  mit  voller  Flamme.  Man  läßt,  wenn  keine  Dämpfe  mehr  übergehen,
erkalten,  pulvert  den  Inhalt  der  Platinschale  in  einem  Mörser,  mischt  mit  einem
Viertel  des  Volumens  der  ganzen  Masse  mit  saurem  Kaliumsulfat  und  wiederholt
das  Erhitzen  noch  einmal.  Nun  bringt  man  die  Flüssigkeit  aus  der  Waschflasche
und  den  beiden  ü-Röhren  in  eine  geräumige  Platinschale,  versetzt  mit  wenig
Wasserstoffsuperoxyd  und  erhitzt  längere  Zeit  auf  dem  Dampfbade.  Nach  dem
Zusatz  von  Lackmustinktur  neutralisiert  man  mit  Salpetersäure,  so  daß  die  Flüssigkeit
noch  eben  alkalisch  bleibt.  —  Diese  Operation  erfordert  die  größte  Aufmerksamkeit.
Den  Abdampfrückstand  in  der  Schale  zieht  man  mit  Wasser  aus,  filtriert  und
dampft  das  Filtrat  mit  einer  Lösung  von  Zinkoxyd,  das  ehlorfrei  sein  muß,  und
Ammonkarbonat  zur  Trockne,  filtriert  und  wiederholt  das  Verfahren  noch  einmal.
Das  nun  erhaltene  Filtrat  wird  mit  Natriumkarbonat  versetzt,  zum  Sieden  erhitzt
und  mit  siedender  Chlorcalciumlösung  gefällt,  und  zwar  nur  mit  so  viel,  daß  noch
ein  Überschuß  von  Natriumkarbonat  vorhanden  bleibt.  Man  erwärmt  noch  einige
Zeit,  filtriert  durch  ein  gehärtetes  Filter,  wäscht  gut  aus  und  spült  den  Niederschlag ­
  in  eine  Platinschale.  Nach  dem  Trocknen  glüht  man  den  Niederschlag  ganz
schwach,  verdampft  mit  wenig  überschüssiger  Essigsäure  zur  Trockne,  nimmt  mit
heißem  Wasser  auf,  filtriert  und  wäscht  gründlich  mit  heißem  Wasser  nach.
Bestimmung  des  Fluors.  Den  so  erhaltenen  Niederschlag  von  Fluorcalcium ­
  spült  man  in  den  Platintiegel  t  (Fig.  346II),  trocknet  und  setzt  die  Platinkuppel ­
  auf.  In  den  Tubus  derselben  bringt  man  das  gewogene  Ätzröhrchen
(Fig.  346HI);  dasselbe  ist  gefüllt  mit  Perlen  von  Borosilikat-Glas,  die  unten  auf  einem
Platindrahtnetz  ruhen;  oben  ist  das  Röhrchen  mit  einem  eingeschliffenen  Glasrohre
versehen;  hierdurch  wird  es  mit  einem  Aspirator  verbunden,  nachdem  man  zwischen
Aspirator  und  Röhrchen  noch  ein  Rohr  r,  gefüllt  mit  Glasperlen  und  konzentrierter
Schwefelsäure,  eingeschaltet  hat.  Man  saugt  nun  durch  das  Knierohr  b  (Fig.  346II)
konzentrierte,  besonders  gereinigte  Schwefelsäure  in  den  Platintiegel  und  verbindet
alsdann  das  Knierohr  mit  der  Waschflasche  c,  gefüllt  mit  konzentrierter  Schwefelsäure. ­
  Der  Platintiegel  wird  in  ein  Bad  von  Paraffin  gestellt  und  das  Paraffin
auf  190—200°  erhitzt.  Man  saugt  während  des  Erhitzens  einen  langsamen  Luft ­
            
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