einer Firma einen Zusammenhang mit den früheren auch dann
zeigen sollten, wenn. die Firma mit den späteren ganz neue Pro-
dukte einführen will. Hierbei ist allerdings vorausgesetzt, daß
die Firma wirklich gut eingeführt ist und nicht Gründe hat, als
neue Firma zu erscheinen. Das Eingeführtsein einer Firma be-
steht, psychologisch betrachtet, wesentlich darin, daß der Ver-
kehr mit ihr lustbetonte Bewußtseinslagen und speziell Bewußt-
seinslagen der Befriedigung ausgelöst hat, die nachwirken und
gelegentlich wieder hervortreten und die der Reaktion auf die
späteren geschäftlichen Bestrebungen dieser Firma günstig sind.
Solche Bewußtseinslagen durch gute Bedienung des Publikums
und überhaupt auf jede mögliche Weise hervorzurufen, muß das
Bestreben eines jeden Geschäftes sein. Solche Bewußtseinslagen
der Befriedigung wirken aber auch günstig für die Beurteilung
und Aufnahme der neuen Reklamen, die sich als Reklamen der-
selben Firma erweisen. Es können also auch Bewußtseinslagen
der Sympathie mit einer Firma oder ihren früheren Reklamen
die Aufmerksamkeit auf die neuen Reklamen der Firma fördern.
Daß auch der Gefühlswert und die Bewußtseinslagen der Be-
friedigung, die mit Reklamemitteln als solchen unmittelbar ver-
bunden sind, direkt aufmerksamkeitsfördernd und auch aufmerk-
samskeitserhaltend wirken, ist selbstverständlich. Das ästhetisch
Schöne fesselt uns im allgemeinen mehr als das Häßliche.
Wie aber auch in der Kunst Häßliches dargestellt werden kann,
wenn es in künstlerischer Form geschieht, und wie uns auch in
der Kunst solch Häßliches befriedigen kann, so ist es auch der
Reklame nicht unbedingt verschlossen. Auch was uns schmeichelt
oder in uns Hoffnung auf Befriedigung unserer Wünsche und
auf materiellen oder ideellen Gewinn erweckt, wird mit wohl-
gefälliger Aufmerksamkeit betrachtet. Ein Weinhändler, dessen
Kunde ich war, schrieb mir einmal, er hätte noch einige Flaschen
eines berühmten Weines und Jahrgangs, die er den Kunden, auf
deren Erhaltung und Urteil er großen Wert lege, zum Kauf
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