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Der prozentuale Anteil der einzelnen Länder betrug:
1900
1901
1902
1903
1904
Vereinigt. Staaten
42,41
42,23
48,25
51,74
52,50
Russland
5L38
5L49
43,5°
38,73
37,12
Nieder-Indien
1,83
1,84
3U5
3,4°
3,50
Galizien
1,97
1,96
2,24
2,67
2,90
Rumänien
0,85
0,85
I , I I
1,42
1,74
Britisch-Indien
0,87
0,86
0,87
1,29
1,40
Japan
0,36
0,67
0,64
0,49
! 0,82
Deutschland
0,l8
0,19
0,20
0,23
Andere Länder
0,04
0,02
0,02
0,03
j
Bemerkenswert ist das dauernde Abfallen der russischen und
das Wachsen der Produktion sämtlicher anderer Länder. Im
einzelnen ist noch Folgendes zu erwähnen:
In Amerika sind 85—90% der gesamten Produktion in
den Händen des Trusts. Berücksichtigt man, dass sich dieser eine
ausgezeichnet eingerichtete und funktionierende Absatzorganisation
in fast allen Teilen der Welt geschaffen hat, und dass das amerikanische
Rohöl durchschnittlich einen relativ weit höheren Prozentsatz
an Leuchtöl enthält als sein hauptsächlichster Konkurrent,
das kaukasische Oel, so tritt die absolute Ueberlegenheit Amerikas
und insbesondere des Trusts noch viel klarer hervor, als die Zahlen
auf den ersten Blick erkennen lassen.
Russlands Produktion hat sich in den letzten Jahren
nicht vergrössert, ist 1905 sogar merklich zurückgegangen. Infolge
der chemischen Zusammensetzung seines Erdöls ist es besonders
auf die Erzeugung von Masut angewiesen. Die Leuchtölproduktion
steht erst an zweiter Stelle. Es ist jedoch zu bemerken,
dass erst der kleinste Teil des als petroleumhaltig erkannten
Terrains ausgebeutet ist. Die Zukunft kann noch grosse
Ueberraschungen bringen.
bür Galizien ist bemerkenswert die verhältnismässig ausserordentlich
langsame Steigerung der Oelgewinnung. Die Oelhorizonte
liegen sehr tief, die Produktion ist zersplittert, die Raffination
noch nicht gleichmässig genug, die Exportorganisation
noch nicht ausgebaut und beruht auf unsicherer Grundlage — alles
in allem: die Aussichten sind einstweilen noch recht schlecht. —
In Rumänien hat die Beteiligung soliden deutschen Kapitals
eine entschiedene Wandlung zum Besseren hervorgerufen. Die Produktion
ist noch gering, doch ist die Absatzorganisation gesund
und ausbaufähig.
Die anderen Erdölproduktionsländer kommen für Europa nicht
Zeitschrift für die ges. Staatswissensch. Ergänzungsheft 20. 4