Full text : Die Wirtschaft der deutschen Gaswerke

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Hieraus  ist  vor  allem  ersichtlich,  daß  sich  die  Gasabgabe  pro  Einwohner ­
  und  Jahr  im  Versorgungsgebiet  der  städtischen  Gaswerke
Berlin  um  mehr  als  50%  sowie  in  Charlottenburg  um  80  bis  90%  über
den  Durchschnitt  bei  den  deutschen  Großstädten  erhebt.  Die  Gasabgabe
in  Köln  entspricht  etwa  dem  Durchschnitt  bei  den  deutschen  Großstädten ­
  und  bleibt  nur  bezüglich  der  Abgabehöhe  im  „verkauften“
Gase  etwas  hinter  dem  Durchschnitt  zurück.  München,  dessen  Gasversorgung ­
  seit  Anfang  dieses  Jahrhunderts  in  starker  Entwicklung
befindet,  hat  gegenwärtig  etwa  2 / 3  der  Durchschnittsgasabgabe  der
deutschen  Großstädte  erreicht.
Ähnliche  Verhältnisse  liegen  bezüglich  der  Gasabgabe  pro  Gasabnehmer ­
  bei  den  Städten  Berlin  und  Charlottenburg  vor,  die  sich
beide  wesentlich  über  die  normale  Gasabgabe  pro  Gasabnehmer  in  den
deutschen  Großstädten  erheben.  Das  Ergebnis  einer  außergewöhnlich
starken  Verwendung  des  Gases  zu  industriellen  und  Kraftzwecken  zeigt
die  rd.  60%  über  das  Durchschnittsmaß  hinausgehende  Abgabe  „verkauften“ ­
  Gases  pro  Gasabnehmer  in  Köln.  Die  Gasabgabe  pro  Gasabnehmer ­
  in  München  zeigt  demgegenüber,  daß  dort  einerseits  noch
eine  geringe  Beteiligung  der  Industrie  am  Gasverbrauch  vorliegt  und
anderseits  das  Gas  von  den  einzelnen  Verbrauchern  noch  verhältnismäßig ­
  schwach  (etwa  mit  75%  des  Normalsatzes)  benutzt  wird,  was
sich  aus  der  verhältnismäßig  kurzen  Entwicklungszeit  der  Gasversorgung ­
  in  München  erklärt.
Die  Spalte  7  läßt  schließlich  erkennen,  daß  in  Berlin  auf  5  Einwohner, ­
  in  Charlottenburg  auf  4  bis  5  Einwohner,  in  Köln  auf  12  Einwohner ­
  und  in  München  auf  annähernd  8  Einwohner  ein  Gasabnehmer
fällt,  während  in  den  deutschen  Großstädten  im  Mittel  6  bis  7  Einwohner ­
  auf  einen  Gasabnehmer  treffen.
Die  Abgabe  dichte  in  den  behandelten  vier  Großstädten,  die
nach  Tabelle  23  außer  durch  Beziehung  der  Gasabgabe  auf  die  Länge
des  Rohrnetzes  auch  auf  die  Zahl  der  Hausanschlüsse  ermittelt  wurde,
zeigt  die  Ausnahmestellung  von  Berlin  und  Charlottenburg  bezüglich
der  Gasversorgung  besonders  scharf.  In  Charlottenburg  ist  die  Abgabedichte ­
  mit  191  166  cbm  Gesamtgasabgabe  und  168  497  cbm  Abgabe ­
  von  „verkauftem“  Gase  nahezu  bzw.  mehr  als  doppelt  so  hoch
als  im  Durchschnitt  bei  den  deutschen  Großstädten.  Die  Abgabedichte ­
  von  Köln  entspricht  wesentlich  infolge  der  starken  Beteiligung ­
  der  Industrie  dem  Durchschnittsmaß,  während  München  mit
rd.  78  000  cbm  „verkauften“  Gases  pro  km  Rohrnetz  noch  etwas
darunter  bleibt.
            
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