Full text : Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

Anerkennung  der  jederzeit  opferbereiten,  verständnisvollen  Mithilfe  und
Treue  in  guten,  aber  auch  in  vielen  harten,  mühevollen  Tagen  und
Monaten  seitens  aller  Angehörigen  des  Hauses  vom  höchsten  bis  zum
letzten  die  Firma  für  die  Wohlfahrtseinrichtungen  unseres  Hauses  die
Zinsen  einer  Summe  von  M.  250  000,—  zu  5°/o  gestiftet  hat,  welche  einesteils ­
  unseren  Angestellten  zwecks  Versorgung  im  Alter  und  Invalidität
zugute  kommen  soll,  andernteils  den  Hinterbliebenen  derjenigen,  welche
uns  durch  ihren  Heldentod  Heimat,  Haus  und  Arbeitsstelle  vor  dem  Feinde
geschützt  haben.  Ueber  die  Verwendung  dieses  Betrages  werden  wir  mit
den  Vertretern  der  Angestellten  unserer  verschiedenen  Abteilungen  in
Beratungen  eintreten,  um  danach  zu  bestimmen,  wie  diese  Summe  am
zweckmäßigsten  verwendet  wird.  Bei  ersterem  Zweck  könnte  zunächst
z.  B.  an  einen  unseren  Geschäftsangehörigen  sicher  willkommenen  Ausbau ­
  der  St.  Josefskasse  gedacht  werden.
Damit  aber  auch  für  Fälle  außergewöhnlicher  Not  einzelner  Angestellter ­
  sofort  beigesprungen  werden  kann,  hat  unsere  Mutter,  Frau
Catharina  Bachem,  auf  unsere  Anregung  der  Unterstützungskasse  der
Firma  den  Barbetrag  von  M.  5000,—  gestiftet,  über  deren  Verwendung
nach  Entscheidung  des  Vorstandes  dieser  Kasse,  welcher  aus  dem  freigewählten ­
  Vorstande  unserer  Betriebskrankenkasse  besteht,  bestimmt
wird.
Neben  Invalidität  und  Alter  gibt’s  aber  auch  noch  Fälle,  wo  eine
Hilfeleistung  unseren  Angestellten  sehr  willkommen  sein  wird.  Bisher
wurde  ja  schon  bei  der  ersten  hl.  Kommunion  oder  Konfirmation  der  Kinder
ein  Zuschuß  gewährt.  Dieser  könnte  erhöht  werden.  Auch  wäre  zu
überlegen,  ob  bei  der  Geburt  eines  Kindes  aus  Mitteln  unseres  Hauses
eine  Gabe  gewährt  wird.  Ein  gleiches  könnte  in  Aussicht  genommen
werden  für  den  traurigen  Fall  des  Verlustes  eines  minderjährigen  Kindes,
welches  noch  nicht  einer  Krankenkasse  angehört.  Für  letztere  Zwecke
hat  unsere  Mutter  einen  weiteren  Betrag  von  M.  *10000,—  in  5°/oiger
Kriegsanleihe  gestiftet.  Auch  über  die  zweckmäßigste  Verwendung  dieser
Summe  werden  wir  vor  endgültiger  Entscheidung  mit  den  Vertretern
unserer  Angestellten  in  Beratungen  eintreten,  um  danach  erst  die  Bestimmungen ­
  zu  treffen.
Unser  Beruf  hat  die  Firma  in  ihren  sämtlichen  Abteilungen:  Verlag
der  Kölnischen  Volkszeitung  und  des  Kölner  Local-Anzeigers,  Buchdruckerei ­
  und  Verlagsbuchhandlung  mit  einer  großen  Zahl  von  gemeinnützigen, ­
  sozialen  und  caritativen  Vereinigungen  in  Verbindung  gebracht,
deren  Ziele  und  Bestrebungen  mit  denen  unseres  Hauses  übereinstimmen.
Leider  konnten  wir  sie  nicht  alle  berücksichtigen,  aber  es  war  uns  doch
ein  Herzensbedürfnis,  wenigstens  einem  erheblichen  Teil  dieser  Organisationen ­
  bei  Gelegenheit  des  hundertjährigen  Bestehens  der  Firma  erneut
unsere  Anteilnahme  zu  beweisen.  Dementsprechend  sind  seitens  der
Firma  folgende  Stiftungen  beschlossen  worden
            
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