Full text : Hundert Jahre J.P. Bachem, Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag

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verehrten  Herren,  unsere  herzlichsten  Grüße  zu  diesem  Tage  darzubringen.
Viele  Arbeit,  die  Sie  in  den  vergangenen  Jahrzehnten  geleistet  haben,  ist
uns  und  unseren  Arbeiten  zugute  gekommen.  Vor  allem  sind  es  zwei
Eigenschaften,  die  uns  unendlich  genützt  haben.  Das  ist  Ihr  Idealismus
und  Ihr  arbeitsfreudiger  Optimismus,  wie  Hr.  Franz  Bachem  sich
ausdrückte.  Wie  sollten  wir  unsere  Arbeit  erledigen,  wenn  nicht  die
Ideale  uns  trieben,  alles  das  zu  tun,  und  wie  sollten  wir  oft  in  der  Arbeit
weiterkommen,  wenn  nicht  der  arbeitsfreudige  Optimismus  uns  triebe!
Das  ist  es,  wobei  gerade  Ihre  Zeitung,  Ihre  Unternehmungen  uns  unterstützt ­
  haben.  Nicht  allein,  daß  Sie  unsere  Arbeit  der  Bürgerschaft  vermitteln, ­
  sie  ihr  mundgerecht  machen,  Sie  haben  auch  selbst  in  Ihrer
Zeitung  und  in  Ihren  Unternehmungen  selbständig  gearbeitet,  uns  Ihre
Gedanken  gebracht,  uns  unterstützt,  unsere  Arbeit  befruchtet.  Und  so
haben  wir  in  den  letzten  Jahren  einen  erfreulichen  Aufschwung  gehabt.
Gleichzeitig  stattete  der  Redner  noch  einen  besonderen  Dank  ab  als
Vorsitzender  der  Stadtverordnetenvereinigung  der  Rheinischen  Zentrumspartei ­
  und  der  Kommunalpolitischen  Vereinigung,  vor  allem
für  die  der  Vereinigung  zu  Gunsten  ihres  Organs,  der  Kommunalpolitischen
Blätter,  zugedachte  Jubiläumsgabe.  Hr.  Robert  Bachem  habe  bei  der
Gründung  des  Organs  Pate  gestanden  und  als  solcher  im  Laufe  der  Jahre
es  an  Wohlwollen  nicht  fehlen  lassen.  Der  Pate  bringt  immer  ein  gutes
Geldgeschenk  mit,  besonders  wenn  die  Kinder  so  arm  sind,  wie  unser
Organ  es  bei  der  Gründung  war.  Unser  Pate  gab  uns  einen  großen
Kredit,  und  ich  habe  oft  mit  Schrecken  daran  gedacht,  wenn  unser  Konto
eine  recht  bedenkliche  Höhe  erreicht  hatte.  Aber  wir  kannten  unseren
Patenonkel  und  haben  vertrauensvoll  weiter  gearbeitet.  Heute  haben
wir  bereits  annähernd  tausend  Stadtverordnete  und  Gemeindevertreter
in  unserer  Vereinigung  zusammengefaßt,  und  sind  nun  endlich  in  der
Lage,  unsere  Kommunalpolitischen  Blätter  auf  eigene  Füße  zu  stellen.
Daher  ein  ganz  besonderer  Dank  auch  von  dieser  Seite.  Wenn  wir
Zusammenhalten  und  uns  gegenseitig  unterstützen,  werden  wir  die  Kämpfe,
die  uns  in  den  nächsten  Jahren  bevorstehen,  überwinden  können,  Kämpfe,
die  viel,  viel  schwerer  sein  werden,  als  wie  die  Vergangenheit  sie
gekannt  hat.
•Sv
Hr.  Hauptmann  Berndorff  entledigte  sich  des  Auftrags  des
Herrn  Gouverneurs  der  Festung  Köln,  die  herzlichen  Glückwünsche ­
  auszusprechen:
Diesem  Befehl  bin  ich  um  so  lieber  nachgekommen,  als  ich  als  Leiter
der  Presseabteilung  so  viele  Gelegenheit  habe,  persönlich  mit  Ihnen
zusammenzuarbeiten.  Ich  muß  gestehen,  die  vielen  Fesseln,  die  den
Tageszeitungen  heute  durch  die  Zensur  angelegt  werden,  sind  in  so
liebenswürdiger  Weise  von  den  Herren  getragen  worden,  daß  mir  dadurch
            
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