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Verbindung mit mir ein dauerhaftes und unzerstörbares
Glück zu finden.
Und, umgekehrt, wenn meine Bekenntnisse Sie ab
stoßen und schrecken, so werde ich doch gewinnen! Denn
wenn es möglich ist, Sie abzustoßen und zu erschrecken,
so heißt das, Sie fühlen keine genügend starke und
leidenschaftliche Liebe zu mir, um in einer Verbindung
mit mir die einzige und unerschütterliche Bürgschaft
für ein wahres Glück zu finden. Und wenn schon der
Gedanke daran Sie erschrecken kann, so laufe ich um so
mehr Gefahr, Sie — und mich mit Ihnen — wirklich
unglücklich zu machen.
Dies ist in der Gedankenreihe, die ich schon ausge
sprochen habe, inbegriffen. Und wenn es so ist, so ist
es besser, daß wir uns trennen; ich will dann lieber nicht
Gefahr laufen, ein so zartes und duftiges Blümchen,
wie Sie, zu brechen in der Verbindung mit meiner
rauhen Eristenz eines Kämpfers. — Ich werde mir also
alle Mühe geben, Ihnen angst zu machen. Ich werde
nicht nur nichts vor Ihnen verbergen, ich werde —
auch alles mit den grellsten Farben malen.
Beginnen wir also, und Sie werden sehen, daß ich
einem verzauberten Prinzen gleiche, und daß man —
wie in der Ihnen bekannten Mozartschen Oper „Die
Aauberflöte" — durch Wasser und Feuer hindurch muß,
um mich zu bekommen. Das ist nicht so leicht wie mit
andern Männern.
Ich werde alle Hindernisse eins nach dem andern
aufzählen, um das traurige und melancholische Ver
gnügen zu haben, auf die Zahl der Ursachen zu blicken,
die unserer Verbindung im Wege stehen.