Full text : Ferdinand Lassalle

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ist  oder  nicht.  Sie  fliegen  davon.  Sie  kommen
mit  ihr  zu  gleicher  Zeit  in  Köln  an  und  steigen  mit  ihr
in  demselben  Hotel  ab.  Am  andern  Tage,  unmittelbar
vor  Abfahrt  des  Dampfbootes,  sieht  Oppenheim,  auf
der  Treppe  stehend,  wie  der  Bediente  der  Meyendorff
ihre  Gepäckstücke  hinausträgt.  Er  bemerkt,  daß  der  Bediente ­
  auch  eine  Kassette  mit  herausbringt,  wie  man
solche  gewöhnlich  zur  Aufbewahrung  von  Papieren  benutzt. ­
  Ein  unbedachter,  unüberlegter  Plan  steigt  rasch
in  Oppenheim  auf.  Da  der  Diener  eben  in  das  Zimmer
zurückgekehrt  war,  stürzt  er  sich  auf  die  Kassette,  ergreift
sie,  und  weil  er  von  Aachen  keinen  Koffer  mitgebracht
hatte,  worin  er  sie  hätte  verstecken  können,  eilt  er  in
Mendelssohns  Zimmer,  damit  dieser  die  Kassette  in
seinem  Koffer  verberge.  Dieser  ist  verblüfft  und  erstaunt ­
  über  diesen  unsinnigen  Streich,  will  aber  seinen
Freund  nicht  im  Stich  lassen;  da  der  Bediente  wegen
des  Verschwindens  der  Kassette  inzwischen  schon  im
ganzen  Hotel  Lärm  geschlagen,  nimmt  er  sie,  um  sie
in  feinem  Koffer  zu  verstecken,  da  aber  hierin  gar  kein
Platz  mehr  war,  so  ist  er  genötigt,  einige  Kleidungsstücke ­
  herauszunehmen  und  zurückzulassen.  Beide  reisen
nun  nach  verschiedenen  Richtungen  ab.  Mendelssohn
hat  den  Koffer  mit  der  Kassette  bei  sich.  Man  fängt
bereits  an,  im  ganzen  Hotel  eine  gründliche  Durchsuchung ­
  anzustellen,  und  da  nian  in  Mendelssohns
Zimmer  die  zurückgelassenen  Kleider  findet,  so  schöpft
rnan  Verdacht  gegen  ihn,  und  er  wird  verfolgt.  Als
Mendelssohn  sich  auf  der  Eisenbahn  von  der  Polizei
beobachtet  merkt,  springt  er  aus  dem  Waggon  nnb  verschwindet, ­
  indem  er  den  Koffer  in,  Stiche  läßt.  Er
            
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