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Lassalle dessen reiche Einrichtung vor, indem er zu be
weisen suchte, daß Lassalle sein ganzes Vermögen den
Arbeitern überlassen und selbst in ihre Reihen treten
müsse. Lassalle antwortete ruhig; verächtlich und iro
nisch ihn anblickend, sagte er, daß er dazu keine Not
wendigkeit sahe, und daß dies eher ein schädliches Mittel
sei; daß er eben an seinem Platze und vermittels seiner
Umgebung mehr Nutzen bringen könne, und daß er hoffe,
die Arbeiter würden es bald vollständig einsehen lernen,
wie sehr ihre Arbeit von Leuten wie sein Schwager
erploitiert werde. Ihr Streit dauerte noch eine Weile
in dieser Weise fort, endlich empfahl sich Lassalles
Schwager sehr trocken, wahrscheinlich weil er bemerkt
hatte, auf wessen Seite unsere Sympathie war, eilte
er aus dem Kabinett, ohne sich von Lassalle zu ver
abschieden, und fuhr davon.
„Ist er wirklich fortgefahren?" fragte ich Lassalle,
„und wird er nicht wieder zu Ihnen kommen?"
„Er wird schon wiederkommen, solche Leute kommen
immer wieder, obschon er mich gründlich haßt."
Bei dieser Gelegenheit erzählte uns Lassalle von ihm
folgenden Vorfall.
Der Schwager Lassalles hatte die Gasbeleuchtung
Prags übernommen und zog dorthin. Er richtete sein
Haus luxuriös und elegant ein, um enipfangen zu
können, und haschte nach Popularität unter der Prager
Geburts- und Finanzaristokratie. Es gelang ihm, indem
er sorgfältig seine jüdische Abstammung verheimlichte,
in die höheren administrativen Kreise Prags einzu
dringen. Einst gab er ein Festdiner, an dem die ganze
Prager vornehme Welt teilnahm. Au diesem Diner