Full text : Ferdinand Lassalle

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eintretenden  Herren,  die  den  Gruß  ebenso  artig  erwiderten. ­
  Der  Vorsitzende  erklärte  die  Sitzung  für  eröffnet, ­
  und  unmittelbar  darauf  trat  Lassalle  vor  und
bat  um  die  Vergünstigung,  sich  hinter  den  Tisch  setzen
zu  dürfen,  auf  dem  er  „einiges  wissenschaftliche  Material", ­
  dessen  er  zu  seiner  Verteidigung  wohl  bedürfen
würde,  beisammen  habe.  Der  Wunsch  wurde  ohne
weiteres  erfüllt.
Die  Sache  war  zunächst  sehr  langweilig.  Es  wurden
die  umfangreichen  Akten  der  Vorverhandlung,  das  Urteil
mit  seinen  ellenlangen  Motiven  verlesen  und,  da  die
ganze  Broschüre  unter  Anklage  gestellt  war,  schließlich
die  ganze  Lassallesche  Rede,  in  dem  bewußten  monotonen ­
  Singsang  der  Protokolleser.  Das  dauerte  etwa
zwei  Stunden.  Es  war  bereits  halb  zwölf,  als  Lassalle
das  Wort  ergriff.  Um  eins  wurde  eine  Mittagspause
gemacht.  Am  Nachmittag  sprach  Lassalle  von  vier  bis
halb  sieben,  im  ganzen  also  vier  Stunden.  Über  sein
Verhalten  vor  dem  Gerichtshof  kann  ich  mich  auf  meine
früheren  Aufzeichnungen  beziehen.
Lassalles  Vortrag  machte  durchaus  den  Eindruck  der
freien  Rede,  die  allerdings  vorher  reiflich  durchdacht
und  durch  eine  gedrungene  schriftliche  Disposition  konsolidiert ­
  war.  Er  hielt  in  der  rechten  Hand  ein  Oktavblättchen, ­
  auf  das  er  von  Zeit  zu  Zeit  einen  flüchtigen
Blick  warf,  um  dann  eine  längere  Zeit  anscheinend  zu
ertemporieren.  Er  sprach  mit  musterhafter  Deutlichkeit
und  mit  großem  rhetorischen:  Schwünge.  Dieselbe  Eigenheit, ­
  die  ich  schon  in  der  Privatunterhaltung  an  ihm  beobachtet ­
  hatte:  das  Herumspringen  seines  modulationsfähigen ­
  Organs  in  allen  Stimmlagen,  zeigte  sich  auch
            
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