bedarf an die Regierungen der Alliierten: Morgans Stahl-
trust und der sogenannte Munitionstrust, dessen Kern
die Bethlehem Steel Company war. Angeblich sollen
der Munitions- und der Stahltrust die schärfsten Kon-
kurrenten gewesen sein, man wird aber wohl nicht
fehlgehen, wenn man diese Konkurrenz nur auf die
Rechnung des Antitrust-Gesetzes stellt, denn da Mor-
gan die Aufträge zu vergeben hatte und ferner die ge-
samte Rüstungsindustrie finanzierte, wird er selbst-
verständlich nicht den Konkurrenten seiner United
States Steel Corporation unterstützt haben,
Die Entwicklung der amerikanischen Rüstungs-
industrie zeigt sich sehr gut in den folgenden Zahlen
für die United States Steel Corporation:
Jahr
1913
1914
1915
1916
1917
1918
Arbeiterzahl Reingewinn in Dollar
230 000. 127 000 000
179 000 71 000 000
191 000 135 000 000
253 000 333 000 000
268 000 245 000 000
269 000 199 000 000
Das Absinken der Gewinnziffer im Jahre 1917 er-
gibt sich aus dem Eintreten der Vereinigten Staaten
in den Krieg in diesem Jahre, womit die Rüstungs-
industrie unter die Kontrolle der Regierung kam und
nun auch nicht mehr beliebige Forderungen stellen
durfte. Alles in allem aber sieht man die gewaltige
Entwicklung seit 1913, in welchem Jahre an und für
sich eine Konjunkturschwankung im ungünstigen Sinne
sich angekündigt hatte, die durch den Weltkrieg in ihr
Gegenteil verkehrt wurde, Eine weitere Ergänzung
zur Beurteilung der günstigen Lage des Stahlirusts
liefern folgende Ziffern über die Erzeugung im
Jahre 1917:
mfA