Full text : Leben und Lehre des Buddha

Verlag  von  B.  G.  Teubner  in  Leipzig  und  Berlin,

Die  hellenistischen  Mysterienreligionen,  ihre  Grundgedanken  und
Wirkungen.  Von  R.  Heitren  stein.  [IV  u.  222  S.]  8.  1910.  Geh.
M.  4.—,  geb  M  4.80
Das  Buch,  möchte  eine  Ergänzung  zu  A.  Dieterichs  „Mithrasliturgie“  bieten.  Ausgehend ­
  von  der  Tatsache,  daß  Paulus  die  Scheidung  der  Menschen  in  Pneumatiker  und
Psychiker  den  hellenistischen  Mysterienreligionen  entnommen  hat,  andrerseits  der  Beobachtung, ­
  daß  wir  die  theologischen  Abschnitte  des  XI.  Buches  der  Metamorphosen  des
Apuleius  nur  ins  Griechische  zurück  zu  übertragen  brauchen,  um  die  Grundbegriffe  und
technischen  Worte  auch  zahlreicher  anderer  Mysterien  in  ihrem  ursprünglichen  Zusammenhang ­
  wiederzufinden,  hebt  es  einerseits  die  Grundvorstellung  schärfer  hervor,  aus  der  die
dort  erklärten  Kulturgebräuche  und  Bilder  hervor  wachsen,  andererseits  schildert  es  die
Verinnerlichung  der  Mysterien  von  der  rohen  Zauberhandlung  zur  schriftlichen  Darstellungrein
  seelischer  Erlebnisse.  Sodann  weist  der  Verfasser  die  Bedeutung  des  hellenistischen,
der  Mysterienfrömmigkeit  entlehnten  Elementes  neben  dem  jüdischen  in  der  Theologie
des  Apostels  Paulus  nach  und  zeigt  an  einzelnen  Beispielen,  was  die  Wortgeschichte  zum
Verständnis  des  Werdeganges  des  Apostels  beitragen  kann.  Endlich  bietet  er  noch
philologische  Beiträge  zur  Beantwortung  der  Frage  nach  dem  Wesen  des  christlichen
Gnostizimus.
Die  Mysterien  des  Mithra.  Ein  Beitrag  znr  Religionsgeschiohte  der
römischen  Kaiserzeit.  Von  Franz  Cumont.  Autorisierte  deutsche
Übersetzung  von  Georg  Gehrich.  Mit  9  Abbildungen  im  Text  und
auf  2  Tafeln,  sowie  1  Karte.  2.  Auflage.  [XVI  u.  176  S.]  gr.  8.  1910.
Geh.  M.  5.—,  geb  M.  5.60.
Cumonts  umfassende  Forschungen  über  den  Kultus  des  iranischen  Lichtgottes
Mithra,  welcher  im  Gewände  der  antiken  Mysterien  seit  dem  Anfange  unserer  Zeitrechnung
auch  im  Abendlande  zahlreiche  Anhänger  gewann  und  als  mächtiger  Nebenbuhler  des
Christentums  mit  diesem  um  die  Weltherrschaft  rang,  gehören  nach  dem  Urteil  maßgebender ­
  Fachgenossen  zu  dem  Bedeutendsten,  was  in  jüngster  Zeit  auf  dem  Gebiete  der
Religionsgeschichte  des  Altertums  geleistet  worden  ist.  Das  vorliegende  Buch  faßt  die
wesentlichen  Ergebnisse  dieser  Forschungen  in  knapper,  aber  fließender  Darstellung  zusammen, ­
  ohne  den  Leser  durch  viel  gelehrtes  Beiwerk  zu  ermüden.

Die  orientalischen  Religionen  im  römischen  Heidentum.  Von  Franz
Cumont.  Autorisierte  deutsche  Ausgabe  von  Georg  Gehrich.  [XXIV
u,  844  S.]  gr.  8.  1910.  Geh.  M.  5.—,  geb..  .......  M  6.—
„Das  Werk  eines  Meisters  über  eine  Reihe  brennender  Fragen  zu  lesen,  ist  immer
eine  Freude.  Die  Freude  wird  dem  zuteil,  der  sich  in  die  vorliegende  Schrift  Cumonts
vertieft.  .  .  .  Bei  Cumonts  religionsgeschichtlicher  Darstellung  hat  man  das  angenehme
Bewußtsein,  eine  Stoffauswahl  zu  erhalten,  die  nicht  im  Dienste  einer  bestimmten  religionsgeschichtlichen ­
  Gesamtanschauung  steht.  Gerade  darum  ist  Cumont  ein  guter  Wegweiser
für  den,  der  das  Verhältnis  des  Urchristentums  zu  seiner  religiösen  Umwelt  verstehen
will.  .  .  .  Cumonts  Werk  liefert  zur  geschichtlichen  Erklärung  des  Neuen  Testamentes
Beiträge.  Es  kann  deshalb  den  Theologen  warm  empfohlen  werden.“
(Theolog.  Literaturblatt.)
Jesus  im  Urteil  der  Jalirhunderte.  Die  bedeutendsten  Auffassungen
Jesu  in  Theologie,  Philosophie,  Literatur  und  Kunst  bis  zur  Gegenwart.
Herausgegeben  von  Lic.  theol.  Gustav  Pfaimmülicr.  Mit  Buchschmuck
und  15  Kunstbeilagen.  [VI  u.  578  S.]  gr.  8.  1908.  Geb.  .  M  5.—
„Es  ist  ein  ganz  eigenartiger  Genuß,  dieses  Buch  zu  durchblättern  und  die  mannigfachen ­
  Formen  und  Farben  zu  bewundern,  in  denen  sich  die  Person  Jesu  bis  heute  dargestellt ­
  hat,  von  denen  an,  die  es  wagen,  Jesu  religiösen  und  sittlichen  Charakter  zu
verdächtigen,  bis  zu  denen,  die  ihn  im  Überschwang  der  Begeisterung  an  Gottes  Stelle
setzen.  Ich  empfehle  Theologen  wie  Laien  das  Buch  warm  zu  fleißigem  Gebrauch.“
(Zeitschrift  für  Missionskunde  und  Religionswissenschaft.)
            
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