thumbs: Grundzüge der Theorie der Statistik

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laß, mit anderen Worten, höchstens von einer Abweichung von 15 
von dem Resultat die Rede sein kann, welches genau dem ent- 
spräche, daß im Beutel gleich viele rote und weiße Kugeln seien. 
Eine absolute Gewähr hierfür hat man allerdings nicht; aus der 
Tabelle geht z. B. hervor, daß die eine der 100 Gruppen 34 weiße 
Kugelm aufweist, und wenn man die Beobachtungsreihe durch neue 
Versuche erweiterte und somit Erfahrungsdaten für zwei, drei 
oder mehrere Hunderte von Gruppen zu je 100 Beobachtungen er- 
hielte, dann wäre es ja möglich, noch größere Abweichungen 
zu finden. Indessen kommt man bei einer Betrachtung der in 
der Tabelle. 1 vorliegenden Erfahrungen nicht um den Eindruck 
herum, daß der allergrößte Teil der bei einer Erweiterung des Er- 
fahrungsmaterials hinzukommenden neuen Gruppen geringere — teils 
sehr viel geringere — Abweichungen aufweisen würde; mit anderen 
Worten, die Menge von Gruppen mit geringeren Abweichungen als 
die schon konstatierten im Verhältnis zur Menge von Gruppen mit 
größeren Abweichungen würde dadurch in jedem Fall sehr groß 
werden, weil man bei den erneuten Anstrengungen zur Erweiterung 
des Erfahrungsmaterials genötigt wäre, sich sozusagen durch große 
Mengen von Gruppen (ständig von je 100 Ziehungen) hindurch- 
zuschleppen, ehe es glückte, eine Gruppe von 100 Ziehungen zu 
finden, in der die Zahl der weißen Kugeln um mehr als 16 von 50 
“weniger als 34 oder mehr als 66) abwiche. 
80. Wie es sich hiermit verhält, darüber kann uns das vor- 
liegende Erfahrungsmaterial natürlich nicht belehren, Die Haupt- 
sache ist vorläufig auch die, die Anhäufung um den „Durchschnitt“ 
herum zu bemerken, welche in der Tabelle 1 zum Ausdruck kommt 
und dann auch mit aller Deutlichkeit aus Fig. 1 hervorgeht. Es 
wird hierbei von Interesse sein, nicht nur den Spielraum von 35 
bis 65 (inklusive) hervorzuheben, innerhalb dessen so gut wie alle 
vetrachteten Gruppen fallen, sondern auch ganz im allgemeinen zu 
untersuchen, wieviele der 100 Gruppen innerhalb des Spielraums 
anderer Größen fallen — deutlicher ausgedrückt, zu untersuchen, 
auf welche Weise der innerhalb eines gegebenen Spielraums fallende 
Prozentteil der sämtlichen 100 Gruppen anwächst, wenn allmählich 
dieser Spielraum größer und größer gemacht wird. Es ist aus dem 
Vorhergehenden ersichtlich, daß man desto größere Sicherheit erzielt, 
je größere Abweichungen man duldet. 
Bei dieser Art der Aufgabenstellung wird allerdings kein Unter- 
schied zwischen positiven und negativen Abweichungen gemacht;
	        
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