Die Verstaatlichung der Bergwerke.
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gewaltiger Arbeitseinstellungen zu meiden. So ungeheuerlich
den Bergwerksinhabern heute vielleicht der Gedanke
einer Verstaatlichung erscheinen mag, so natürlich wird er
ihnen sein, wenn die vorhandene Krisis sich weiter auf den
Kohlenbergbau ausdehnen wird, wenn die Aktien weiter
fallen werden. Der Bergbau unter Staatsregie ist die einzige
Form, unter der die Verstaatlichung heute gedacht werden
kann. Wir können Plänen, wie sie einzelne konservative
Sozialreformer hegen — dieselben empfehlen den genossenschaftlichen
Betrieb in der Form, daß die Bergwerke Eigentum
der Bergleute werden — nicht beistimmen, da die
Gesamtheit der Bürger nicht die Vorteile haben würde, die
unter dem Staatsbetriebe zu erwarten sind. Derartige Ziele
haben ihren Ursprung in dem Gedanken, daß eine Grundrente
für den, der den Boden selbst bebaut, nicht existiert,
daß dem Gemeinwesen keine geraubt werde, wenn die
Gruben in den Besitz selbstschaffender Bergleute übergehen.
Agrarische Politiker meinen, daß ein derartiges Vorgehen
auch den Ansturm gegen die ländliche Grundrente, zumal
in den Kreisen der Großgrundbesitzer, abschwächen würde.
Auch hier kann man hören: der selbstarbeitende Bauer
— und der große Grundbesitzer sei ja auch Bauer (sic!) —
beziehe keine Grundrente, ja es gebe überhaupt keine Grundrente
!
Das wichtigste Ergebnis der Verstaatlichung der Bergwerke
würde sein, daß der Kapitalismus eines mächtigen
Stützpunktes, von dem aus er die Ausplünderung der
Völker betreibt, beraubt sein würde. Wie schon neben
anderen Gründen die Eisenbahnverstaatlichung den Zinsfuß
stark gedrückt hat, so wird durch die Verstaatlichung
der Bergwerke ein weiterer Rückgang des Zinsfußes
stattfinden.
Dadurch wird es möglich sein, die nach und nach zu erwerbenden
Gruben leicht abzuzahlen; man braucht vor