Freiligrath unter den wechselnden Redakteuren schon drei-
mal in unseren Zeitschriften Aufnahme gefunden. Erst
einige Zeit nachher ist die Deutsche Volksstimme wieder
ausschließlich das Organ der Bodenreformer geworden
und hat sich ganz den Fragen widmen können, die uns
immer besonders am Herzen gelegen haben. Den Na-
men Deutsche Volksstimme hat das Blatt noch bis 1906
beibehalten, dann hat es den Namen „Bodenreform“ an-
genommen. Ich hatte früher den Namen: „Der Boden-
reformer“*) vorgeschlagen, der mir auch heute noch besser
gefallen und weniger zum verwechseln mit gleichnamigen
Büchern Anlaß geben würde.
In den Mitgliederversammlungen des Bundes sind
eine zeitlang auch noch nationalsoziale und andere, nicht
unmittelbare mit der Bodenfrage zusammenhängende
Vorträge gehalten worden. Mit der Zeit haben wir uns
wieder ganz dem Gebiete zuwenden können, das uns am
nächstem lag. Den Vorsitz hat, wenn Damaschke und ich
verhindert waren, meist unser verstorbener Freund Au-
gust Harder geführt. Die Kassenführung hatte Carl We-
demeyer übernommen. Außerdem waren Carl Marfels
und Ludwig Eschwege in den Vorstand eingetreten. Am
5. September 1897 haben wir unseren werten Mitarbeiter
Dr. W. P o e t s < verloren, und am 29. Oktober 1897 sind
wir durch den Tod unseres großen Vorkämpfers Henry
Ge org e in Trauer versetzt worden. über die Umstände,
unter denen. er vom Tode ereilt worden ift, ift schon in
einem früherem Abschnitt dieses Buches berichtet worden.
Der Tod hat dem müdem Mann vor der Zeit die Feder
aus der Hand genommen. Die Werke, die er uns hinter-
lasen hat, werden aber fortleben von Geschlecht zu Ge-
schlecht.
H) zeitschrift Frei Land 1895 Nr. 23.
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