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Schlußwort
Niemand wird übrigens leugnen wollen, daß sich nach
dieser Richtung hin in der Gegenwart bedeutende Möglichkeiten
eröffnen. Immerhin hat Bourguin mit überzeugender Kraft
nachgewiesen, daß die Volkswirte, welche auf eine genossenschaftliche
Organisation des Wirtschaftslebens hinzielen, nur die
eine Seite der tatsächlichen Entwicklungstendenzen der Gegenwart
ins Auge fassen. „Zwei Wege sind es“, sagt Bourguin,
„welche die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Kulturvölker
in der Gegenwart geht: Ausdehnung des Kapitalismus
und Organisation der kollektiven Kräfte.“ Und wenn wir näher
zusehen, so gewahren wir, daß im Grunde der Stand der ökonomischen
Wissenschaft in Frankreich mit dem der Tatsachen
übereinstimmt. Dem Wachstum des Kapitalismus entspricht
<lie starke Position der individualistischen Wirtschaftslehre, die
mit dem Geschäftsleben in vielfacher, enger Fühlung geblieben
ist; die Organisation der kollektiven Kräfte hingegen und damit,
wie Bourguin sagt, der Fortschritt der Demokratie haben ihr
ideologisches Gegenstück in den Genossenschaftsidealen und in
allen Schattierungen des Interventionismus und Sozialismus.
Das lebenskräftige Nebeneinandermarschieren und vielfache
Ineinandergreifen von Individualismus und Interventionismus
in der französischen Nationalökonomie scheint uns aber deshalb
ein glückliches zu sein, weil es in so adäquater Weise die
von Bourguin kraftvoll und tiefgreifend gezeichnete Wirklichkeit
widerspiegelt.