Metadata : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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1835  ist  die  Strecke  Bissendorf—Elze—Essel—Hademstorf-Verden—
Langwedel—Mahndorf—Sebaldsbrück  einmal  nivelliert  worden  etc.
1844  waren  ausgeführt  oder  im  Bau  begriffen  die  Strecken  Harburg—
Lüneburg  und  Hannover—Lehrte—Braunschweig,  Celle—Lehrte—
Hildesheim,  die  sogenannte  Kreuzbahn,  Als  Projekt  galten:  Bremen—
Verden  —  Nienburg  —  Brokeloh  —  Neustadt  —  Hannover,  Hannover  —
Wunstorf—Minden,  und  Bremen—Verden—Kämpen—Hudemühlen—
Hannover. 1 )  1845  kam  der  bremisch  -  hannoversche  Eisenbahnvertrag ­
  zustande,  durch  den  die  Bahn  gesichert  wurde. *  2  * )  Bis  1840
war  das  Interesse  an  den  Bahnen  auch  in  Bremen  noch  ein  ziemlich
theoretisches,  obwohl  seit  1835  ein  formloses  Komitee  unter
Bürgermeister  Smidts  Vorsitz  bestand, 8 )  das  in  den  Jahren  1835
und  1836  auch  rege  Sitzungen  gehalten  hat  und  Smidt  sich
schon  bei  den  Bremerhavener  Plänen  mit  Eisenbahnen  beschäftigte,
so  dafs  er  in  den  Bremerhavener  Vertrag,  um  der  Eventualität
einer  Konkurrenzbahn  gewachsen  zu  sein,  einen  bezüglichen  Passus
aufnahm 4 )  [auch  zur  Verbindung  der  Weser  nach  dem  Main  wird
derzeit  eine  Schienenverbindung  flüchtig  erwähnt. 5  *  * )]  Man  glaubte
jedenfalls  noch  nicht  allgemein,  wie  später,  grofse  Geldsummen
hineinstecken  zu  können  oder  zu  müssen.  In  Hannover  kam  der
Umschwung  dadurch,  dafs,  nachdem  mittlerweile  der  auch  in  Preufsen
anfänglich  vorhandene  Wiederstand  zurückgetreten  war,  Anfang  der
vierziger  Jahre  ernstliche  Befürchtungen  entstanden,  die  rechtselbische ­
  Bahn  könne  gebaut  und  der  bisher  von  Lüneburg  und
neuerdings  von  Harburg  ausstrahlende  Verkehr  dadurch  völlig  vom
linken  Elbufer  genommen  werden. 8 )  Man  wollte  dem  durch  eine
*)  S.  Karte  der  im  Bau  begriffenen  und  projectierten  Eisenbahnen  im
Königreich  Hannover,  gezeichnet  unter  Leitung  des  Herrn  Baurat  Mohn  von
Sohnrey,  Hannover  1844.
a )  Die  bremischen  Kommissarien  waren  Arnold  Duckwitz  und  J.  H.  W.  Smidt.
Duckwitz,  Denkwürdigkeiten,  S.  26.  Bekanntmachung,  die  Erbauung  der
Eisenbahnen  von  Hannover  nach  Minden  und  nach  Bremen  betreffend,  vom
19.  Febr.  1846,  in  der  Hannoverschen  Gesetzsammlung  1846  I,  Abt.,  Nr.  6
(no.  6)  S.  23.
s )  Bremer  Staatsarchiv.  1843  trat  man  mit  Hannover  in  offizielle
Verbindung.
4 )  Im  Art.  16  des  Vertrages  vom  11.  Januar  1827  (V.  Böhmert,  Bremer
Handelsarchiv  I.  Bd.,  Nr.  7,  S.  30).  W.  v.  Bippen,  Die  Gründung  Bremerhavens, ­
  in  Johann  Smidt,  Ein  Gedenkbuch  zur  Säkularfeier  seines  Geburtstages,
5.  Nov.  1873,  Bremen  1873,  S.  230.
*)  a.  a.  0.
“)  Über  die  Anfrage  Smidts  beim  Senat  aus  Berlin  wegen  Bewilligung
einer  grösseren  Geldsumme  im  Frühjahr  1840,  Duckwitz,  Denkw.,  S.  20.
            
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