Full text: Die Arbeiterfrage

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Weber 
Spinner 
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Man wird dadurch veredelt, also ein edler 
Mensch, hat freien Blick und ein gutes Ge 
wissen. Das ist ein gutes Ruhekissen. Es 
muß eine Avantgarde geben, die jederzeit 
die Fahne mutig hochhält und das ist ein 
Vorwärts. Aus nichts wird nichts. (3.) 
[T. F.] 
Mich läßt der Haß gegen meine Unter-? 
drücker garnicht dazu kommen, hoffnungs 
los zu sein. (1.) [T. F.] 
Beide Bewegungen haben vor allem ver 
edelnd auf mich gewirkt. Sie haben mir 
das Leben lebenswerter gemacht. Sie 
haben mir gelernt, den Nächsten so lieb 
als mich selbst zu haben. (2.) [T. B.] 
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33,- 
Teppich- 
weber 
Das kann ich eigentlich schwer beurteilen, 
Ich bin Sozialdemokrat aus Überzeugung, 
ohne daß ich in der Lage bin, eine Defini 
tion des wissenschaftlichen Sozialismus 
geben zu können. Und doch bin ich ziem 
lich hoffnungslos und sage: Mensch, der 
Du Sozialdemokrat bist oder Gewerkschaft 
ler oder beides zugleich, laß alle Hoffnung 
hinter Dir. Warum? Die Schuld liegt an 
den Führern der Gewerkschaften. Die 
kleinen jTagesfragen, mit denen sie sich 
fortgesetzt befassen müssen, trüben den 
weiten Blick und lassen ihnen das Endziel 
als Utopie erscheinen. Sie betrachten alles 
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wie vorsichtige Geschäftsleute nach dem 
Kostenpunkt. Dann werfen sie einen Blick 
in die Kassen und sagen: Das wird uns zu 
teuer. (1.) [T. B.] 
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29,— 
Weber 
Gar keinen Einfluß. Hoffnung auf Zu 
kunftsstaat ist für mich Dunst. Besser 
kann es nur werden, wenn man die Men-? 
sehen wie Bäume veredeln könnte. (3.) 
[T.B.] 
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20,— 
Weber 
Ich habe keine Hoffnung, weil man nicht 
mehr an einen Gott glaubt, denn er spricht, 
ohne mich kommt Ihr ja zu nichts. (4.) 
[T. F.] 
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40,— 
Weber 
Ich bin nicht hoffnungslos, denn der po 
litische und gewerkschaftliche Kampf 
schafft mir jene innere Befriedigung, für 
die es einen materiellen oder sonstigen Er 
satz nicht geben kann. (2.) [T. B.] 
5 
20,— 
Weber 
Ich kritisiere sehr ungern die politische wie 
Gewerkschaftsbewegung. Eine Hoffnung, 
daß es besser wird, habe ich nicht mehr. 
Warum ? Nun, einen Idealzustand in der 
menschlichen Gesellschaft kann ich mir 
nicht vorstellen. (2.) [T. F.] 
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22,— 
Weber 
Die Hoffnung, daß es bald besser für mich 
wird, hege ich nicht. Denn wenn ich auch 
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