Full text : Die Arbeiterfrage

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Tägliche
Arbeitszeit

Durchschn.
Wochenverdienst ­


Art  der
eschäftigung

Jhr

Std.

M.

03

auch  ein  etwas  geringeres  Einkommen,  ein
menschenwürdigeres,  weniger  maschinenmäßiges ­
  Arbeiten.  (2.  t.)  [M.  S.]

34

8  Vs

36,—

Metallarbeit. ­


Ich  arbeite  lieber  Stundenlohn,  weil  er  der
gerechtere  ist  und  geeignet  zu  sein  scheint,
den  Egoismus  und  die  Habgier  des  Einzelnen ­
  einzudämmen.  (1.  t.)  [M.  B.]

35

11

25,—

Scher.-schleif.


Weil  ich  freier  Arbeiter  bin  und  nach  leistung
  verdiene.  (3.  t.)  [M.  S.]

36

10

30,—

Schlosser ­


Stundenlohn  rackert  den  Arbeiter  nicht  so
zeitig  ins  Genseids  als  Akkord.  (4.)  [M.  S.]

37

11

34,-Metall

 ­


Ich  arbeite  seit  drei  Jahren  im  Akkord,
vorher  habe  ich  auf  Stundenlohn  gearbeitet,
Und  ist  es  ganz  gleich,  ob  Stunden  oder
Stück.  (3.  t.)  [M.S.]

38

11

33,—

Tafelmesser ­


Arbeite  in  Akkord.  Bin  ein  freier  Solinger
Schleifer  und  arbeite  nach  den  vom  Schleiferverein ­
  festgesetzten  Preisen,  was  für  das
Beste  halte.  (2.)  [M.  S.]

39

9

30,—

Mechaniker ­


Es  ist  eigentümlich.  Der  Stundenlohn  ist
fast  für  jeden  Unternehmer  eine  Art  von
Lohnberechnung,  bei  der  man  ohne  weiteres ­
  annimmt,  der  Arbeiter  suche,  da  er  ja
sein  bestimmtes  Geld  erhalte,  die  Arbeit
langsam  zu  verrichten.  Und  darum  immer
Treiberei  und  nach  Fertigstellung  irgendeines ­
  Gegenstandes  die  wenig  schmeichelhafte ­
  Bemerkung:  Das  hat  zu  lange  gedauert. ­
  Deshalb  lieber  Akkord,  (x.)  [M.  S.]

36

Alter

Tägliche
Arbeitszeit

Durchschn.
Wochenverdienst ­


Art  der
eschäftigung

•

Jhr.

Std.

M.

03

40

10

30,—

Scher.-schleif.


Stundenlohn.  Weil  ich  nicht  gezwungen
bin,  so  schnell  zu  arbeiten.  (4.  t.)  [M.  S.]

41

9

34,-Metall

 ­


Unstreitig  ist  im  Stundenlohn  das  Arbeiten
angenehmer.  Da  aber  im  Akkord  die  Bezahlung ­
  eine  mehr  individuelle  ist,  ziehe
ich  diese  Art  Entlohnung  schon  des  materiellen ­
  Vorteils  wegen  vor.  (1.)  [M.  B.]

42

9 1 /»

26,—

Schlosser ­


Mir  ist  Akkord  lieber,  denn  wenn  ich  fleißig ­
  bin  und  mir  Vorteile  sammle,  ists  mein
eigener  Nutzen.  (3.  t.)  [M.  S.]

43

8

30,—

Dreher

Akkord,  weil  unter  den  heutigen  Verhältnissen ­
  die  Lohnarbeit  mir  noch  viel  mehr
Qual  bereiten  würde,  da  dann  gar  kein  Interesse ­
  hätte.  Außerdem  vergeht  mir  die
Zeit  bei  Akkord  schneller.  (3.)  [M.  B.]

44

9

30  —

Schleifer ­


Stundenlohn  lieber,  denn  Akkord  bleibt
Mord.  (4.  t.)  [M.  S.]

45

10

45,—

Metallarbeit. ­


Ideell  ist  mir  Lohn  lieber,  bei  Akkord  jedoch ­
  ist  ersichtlicher,  daß  ich  für  empfangenen ­
  Lohn  auch  meine  Arbeit  geliefert
habe.  Wert  gegen  Wert.  Dies  macht  mich
verhältnismäßig  freier,  selbstbewußter.  Für
eine  Zukunfstgesellschaft  halte  ich  Lohnarbeit ­
  der  Gesellschaftsmitglieder  zur  Bildung ­
  eines  hohen  Pflichtgefühls  für  ausschlaggebend. ­
  (2.)  [M.  B.]

37
            
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