Full text: Die Theorie der Volkswirtschaft

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Zeugnissen gleichzeitig auch als Käufer von anderen auftritt. 
Betrachten wir beispielsweise eine Markgenossenschaft, die aus 
1000 Wirtschaftseinheiten besteht, mit einer Kaufkraft, wie wir 
sie in dem Schema A dargestellt haben, so werden folgende Pro 
dukte notwendig sein: 
I. Nahrungsmittel (Grad der Notwendigkeit: 10, 8, 
5, 4) je 50 Mark auf jedes Bedürfnis, zusammen 200 Mark 
pro Wirtschaft oder 200 000 Mark für die Markgenossen 
schaft. 
II. Wohnung (Grad der Notwendigkeit: 9, 6) je 50 Mark, 
gleich 100 Mark pro Wirtschaft, oder insgesamt 
100 000 Mark. 
III. Kleidung (Grad der Notwendigkeit: 7, 5) zusammen 
100 000 Mark. 
IV. Schuhwerk (Grad der Notwendigkeit: 5) zusammen 
50 000 Mark. 
V. Schmucksachen (Grad der Notwendigkeit: 4) zu 
sammen 50 000 Mark. 
Wenn nun beispielsweise Schuhwerk statt für 50 000 Mark 
für 100 000 Mark hergestellt wurde, so wird eine Hälfte des 
Schuhwerkes, da die Kaufkraft der Bevölkerung beschränkt ist, 
überhaupt keinen Absatz finden; oder die gesamte Menge des 
Schuhwerkes wird bedeutend unter ihrem Wert abgesetzt wer 
den. Jeder Schuhmacher kann aber seine Bedürfnisse nur dann 
decken, wenn er seine Erzeugnisse nach ihrem Arbeitswerte ver 
äußert. Nur in diesem Falle reicht seine Kaufkraft dazu aus. 
Es erhellt daraus, daß ein Teil der Schuhmacher sein Handwerk 
aufgeben muß, um sich irgend einer anderen Beschäftigung zu 
widmen. So wirkt der Dringlichkeitsgrad der Bedürfnisse auf die 
planmäßige Verteilung der gesellschaftlichen Produktivkräfte, 
aber dies geschieht jetzt durch Vermittlung des Marktes, wo die 
Konkurrenz einen Druck auf die Produzenten ausübt und sie ver 
anlaßt, Waren bloß in bestimmtem Umfange zu produzieren. 
Wie in der Naturalwirtschaft der technische Fortschritt, das 
Sinken des relativen Wertes einzelner Produkte, so führt auch 
das Fallen des Tauschwertes (Preises) in der Tauschwirtschaft
	        
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