Full text : Die Theorie der Volkswirtschaft

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Wirtschaften  der  Teil  des  Gesamtproduktes,  der  den  Arbeitern  zufällt, ­
  um  so  geringer  ist,  je  höher  die  Zusammensetzung  des  Kapitals
ist.  Da  die  Volkswirtschaft  die  Summe  der  einzelnen  Wirtschaften ­
  bildet,  so  bestimmt  der  Charakter  der  Konsumtion  in  einzelnen
Wirtschaften  auch  den  gesamten  nationalen  Verbrauch,
Wir  sehen  also,  daß  die  Analyse  der  Privatbudgets  die  Schlußfolgerungen ­
  bekräftigt,  die  wir  aus  der  Analyse  der  Produktion
in  Deutschland  gezogen  haben:  die  relative  Abnahme  der  Produktion ­
  von  Nahrungsmitteln  (die  Einfuhr  eingeschlossen)  und  die
relative  Zunahme  der  Produktion  von  fixem  Kapital.  Wie  in  der
Gesamtwirtschaft,  so  geht  auch  in  jeder  einzelnen  Wirtschaft  der
Wirtschafts  ver  brauch  auf  Kosten  des  persönlichen  vor  sich.
V.
Wir  haben  oben  eine  starke  Zunahme  der  Erwerbstätigen  in
Produktionszweigen  konstatiert,  die  für  die  Befriedigung  von  geistigen ­
  und  ästhetischen  Bedürfnissen  arbeiten.  Sind  nun  diese  Bedürfnisse ­
  bei  den  Kapitalisten  oder  bei  den  Arbeitern  gestiegen?
Die  Analyse  der  Arbeiterbudgets  beweist,  daß  die  geistigen  Bedürfnisse ­
  der  Arbeiterklasse  gestiegen  sind.
Die  geistigen  Bedürfnisse  können  befriedigt  werden,  wenn  der
Arbeitslohn  ein  gewisses  Minimum  übersteigt.  Es  müssen  zuerst
die  dringlichsten  Bedürfnisse  nach  Nahrung,  Kleidung  und  Wohnung ­
  gedeckt  sein,  wenigstens  minimal.  Der  hungernde  Arbeiter
kann  natürlich  nicht  daran  denken,  seine  ästhetischen  Bedürfnisse
zu  befriedigen.  Sind  aber  diese  notwendigsten  Bedürfnisse,  wenn
auch  mangelhaft,  gedeckt,  so  beginnt  der  Arbeiter  sich  Zeitungen,
Bücher  usw.  anzuschaffen.  Dabei  wachsen  gerade  diese  Ausgaben
mit  der  Steigerung  des  Lohnes  nicht  nur  absolut,  sondern  auch
relativ.  Nach  der  Berliner  Enquete  gibt  eine  Arbeiterfamilie,  die
aus  vier  Personen  besteht  und  ein  Budget  von  900  bis  1100  Mark
auf  weist,  4,3  bis  5  Mark  pro  Kopf  für  Bücher  und  Zeitungen
aus,  während  bei  einem  Budget  von  2100  bis  2400  Mark  die  Ausgaben ­
  für  Bücher  und  Zeitungen  16,6  bis  18,6  Mark  ausmachen.
Daß  eine  Arbeiterfamilie,  die  2000  Mark  verdient,  nicht  die  Notwendigkeit ­
  fühlt,  ihre  Nahrung,  Wohnung  usw.  zu  verbessern,  ist
            
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