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seine Aktien weichend, — trotz der derart erfolgreichen Be
wältigung des Streiks, daß ein gleicher Versuch der Arbeiter
sich nicht so leicht wiederholen dürfte; trotz der Fülle von Auf
trägen, die die Grenze der Ausführbarkeit fast übersteigen;
trotz der Gewißheit, daß keine ebenbürtige Konkurrenz in
vielen Jahren erstehen kann; trotz der legitimen und, wie man
glaubt, im Interesse der Aktionäre erfolgenden Unterstützung
durch die hervorragendsten Finanzhäuser des Landes; trotz
günstiger Geschäftslage und außerordentlicher Aufträge für
den Export. Hieraus bereits kann man entnehmen, wie ver
hängnisvoll sich erst der Kursrückgang gestalten muß, wenn
eines dieser günstigen Momente oder gar mehrere zusammen
inFortfall kommen.“ Und dann sagt der sachkundige Gewährs
mann: „Die Aktien des »Zucker-Trusts«, dessen Geschäft
auf einem unentbehrlichen Bedarfsartikel, nicht auf einem
Luxusgegenstand beruht, sind gleichfalls fortwährenden Preis
schwankungen unterworfen, obgleich die auf die Vorzugsaktien
entfallenden Dividenden, wenn man das Vorhandensein eines
realen Gegenwerts für die Aktien voraussetzen könnte, einen
doppelt so hohen Preis rechtfertigen würden als den der
zeit notierten. Hinsichtlich der Aktien des »Öl-Trusts« ist
es wahr, daß sie hoch im Preise stehen; aber erstens steht
das Monopol dieses Trusts fast vereinzelt da, und zweitens
haben seine Leiter ihren Besitz an Eisenbahnen und
anderen Kapitalanlagen zu seinen Gunsten verwendet, woraus
großer Nutzen für den Trust erwuchs, der seine Tätigkeit
nicht bloß auf das eigentliche Ölgeschäft beschränkte.“ „Viele
der jüngst gebildeten Trusts,“ und das wird von meinem
Freunde mit als das Wesentlichste bezeichnet, „sind von
einem Zolltarif abhängig, der ursprünglich nur bezweckt
hatte, eine in den Anfängen befindliche Industrie zu ent
wickeln, nicht aber Monopole zu schaffen. Diese Industrien
stecken aber keineswegs mehr in den Kinderschuhen, sondern