fullscreen: Tote und lebendige Wissenschaft

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Daraus folgt, daß das Gesamtganze der Wirtschaft sich 
nicht nur in Teilganze ausgliedert, sondern auch in einen ganz 
bestimmten S t u f e n b a u. Die Teilganzen erscheinen stets 
nur mit einem bestimmten „Stufenwert", die Stufen stets nur 
mit arteigenen Teilganzen. 
Mit der Stufe zeigte sich bald eine andere Grundtatsache, 
die des Eigenlebens der Stufe (bzw. des Unterganzen und 
Gliedes überhaupt). Jede Stufe, von der höchsten herab durch 
alle Unterganzen hindurch bis zu den letzten Gliedern, hat ihr 
Eigenleben. Dieses ist aber nicht auf jeder Stufe gleich mäch 
tig und umfassend, die höhere Stufe hat nicht immer das 
umfassendere Eigenleben. So ergab sich der Begriff der 6us- 
glieüerungsmacht und Kusglieüerungs fülle, ein grundlegen 
der Begriff, der uns später noch beschäftigen wird. 
Endlich ergab sich der Begriff des Vorranges, und es er 
gab sich die Aufgabe, die Vorrangverhältnisse zwischen den 
reinen Teilganzen (ohne Rücksicht auf Stufenwert) und die 
Vorrangverhältnisse zwischen den Stufen getrennt zu erfor 
schen sind. Es zeigte sich bereits und wird sich weiter zeigen, 
daß die Erforschung dieser beiden Arten von Vorrängen das 
innere Verständnis der Wirtschaftserscheinungen und der Wirt 
schaftspflege erst so recht erschließen. Mit dem Begriffe des 
Vorranges hat unsere Lehre und unser Verfahren etwas 
Außerordentliches zu sagen. Er erleuchtet die dunkelsten, ver 
borgensten Zusammenhänge in ihrer innersten Natur. 
Indem wir die Wirtschaft nicht wie die Individualisten 
als ein Gemenge subjektiver Handlungen, sondern als ein 
Ganzes mit eigener Ausgliederungsordnung ansahen, änderte 
sich das Bild mit einem Schlage. Mit dem Begriffe der Ganz 
heit ist der Funke aus dem Stein geschlagen, der das Licht 
der Wahrheit entzündet. Die Welt der Wirtschaft eröffnet sich 
uns wie ein Wunderland in reichen Farben, in reicber Ge 
staltung und in buntbewegtem Leben.
	        
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