Full text : Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

Abschn.  27.  Giroanweisung.

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âç  ëxeiç  |Liou  èv  0é)LiaTi,  wie  der  Aussteller  der  ersten  Anweisung.
Aber  obwohl  der  erste  Aussteller  von  „seinem“  Gega  spricht,  ist
das  0é|ua  dennoch  nicht  sein  eigen,  sondern,  wie  er  selber  hinzufügt, ­
  das  Gépa  Aiovucríou  lapauíiuvoç.  Also  wird  auch  die  zweite
Anweisung  auf  das  0épa  des  Dionysios  sich  beziehen.  Die  zweite
Anweisung  ist  keinesfalls  eine  Bestätigung  der  ersten,  wie  das  bei
Giroguthaben  mit  beschränktem  Yerfügungsrechte  (vgl.  Abschn.  24)
der  Fall  ist,  denn  auf  Grund  der  ersten  Anweisung  sollen  55  Artaben,
  auf  Grund  der  zweiten  dagegen  21  Artaben  gezahlt  werden.
Zahlungsempfängerin  ist  in  beiden  Fällen  Frau  Arsinoe,  Tochter
des  Theon.  Einen  leichten  Anhalt  für  die  Erklärung  gewähren
die  zweimaligen  Worte  ëEm  TrpuKTopeíaç,  deren  nähere  Bedeutung
freilich  dunkel  bleibt.  Es  müssen  beide  Girozahlungen  mit  dem
liturgischen  Amte  eines  npÚKTiup  des  Dorfes  TTaßepKri  in  Yerbindung
stehen,  wenn  auch  die  Zahlungen  MSiu  dieses  Amtes  erfolgen.  Wie
es  aber  kommt,  daß  Frau  Arsinoe  aus  dem  Giroguthaben  eines
gewissen  Dionysios  durch  Giroanweisung  von  zwei  Männern,  deren
keiner  dieser  Dionysios  ist,  die  hohe  Summe  von  76  Artaben  Weizen
empfängt,  bleibt  ein  Rätsel.  Yielleicht  handelt  es  sich  um  Regelung
eines  Nachlasses.
Eine  für  den  Giroverkehr  sehr  wichtige  Urkunde  ist  P.  Oxy.
ni  533  (2.13.  Jahrh.  n.  Chr.).  Der  Papyrus  ist  ein  Privatbrief
des  Yaters  Apion  an  seinen  Sohn  Apion  und  an  einen  gewissen
Horion,  der  dem  Apion  verwandtschaftlich  oder  geschäftlich  nahestand. ­
  Der  Text  lautet  Z.  1  bis  11:
’Attíuuv  ’Attíujvi  TÚJi  oiúj  Ku'i  'Qpíujvi  TÚJi  cpiXTÚTUj  uXeiffia
Xaípeiv.  TTpò  tôjv  õXujv  euxopai  upâç  uYiaíveiv  petà  xdiv
TÉKvmv  Ktti  (Tu|Lißiu)v.  "OcTu  òià  Tf)g  étépaç  èmcTToXfiç  êypaipa,
iva  pf|  TÚ  aÙTÙ  Tpáipm,  Kui  ‘Qpíiuvi  ypácpuj.  AieiTEjLupápriv
bpepjv  ò[i]à  EÚTUxoOç  toO  dirò  ’Icríou  Tpúcpwvog  òiacrio-XiKÒ
  T,  ß  gèv  rrpòç  -feiupTOÚç  MaSípou,  xò  [òè]  dXXo  Trpò[ç]
AioT[é]viiv  xòv  XOÛ  BeXep.  (  ).  EuGéujç  òripocritócraxe
auxà  7rpò  xoO  <baújq)[i,  i]va  pf|  èxirpóGecrpa  yévrixai.  "Exepa
òè  àvETrépcpGn  TTavexihxr)  vopiKip,  uap’  ou  KOp[í(T]ea0e  ^  xm
òóxe  aùxû»  (òpaxpàç)  Hò.  Tò  xopTÓdTreppov  TTiuXiícraxe  xm
7TÚ0e(y0e  xoO  ’0[.]cp[.]Xri,  ei  xp[eí]av  êxei  xoO  dirò  Tapmxeí.
Aí  Trpóffoòoí  pou  aí  òid  xújv  yeujpTÚjv  òiaô’x[aX]eÍ<ja[i]  i)
Tiapà  xtp  xapeítu  è[v  irjapaGécrei  XoYic70fixiJU(Jav  b  èv  dcrcpaXeí

*  Ergänzung  von  Wilcken.
            
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