Abschn. 44. Giroanweisung.
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eíòuínç TpámuaTtt. fErouç) òeutépou AÙTOKpÔTOpoç Kaíffapoç
Népoua TpaiavoO ZeßaaxoO PeppaviKoO, TOßi Kn-
(3. Hand) XapÍTiov f) Kai Ta(Toux<áp>iov Xapiòtípou perà
Kupíou ToO ávòpòç ’A7to\<\>ujvíou toO Aitíouvoç àvípn.uai
TÒç òpaxpàç TpiaKocríaç, Y(ívovTou) (òpaxpai) t. AttoWújvioç
ÊTpaipa Km ínrèp tôç YuvaiKÓç fiou pn íòueínç Tpáppaxa.
Zu deutsch: „Aphrodus, Tochter des Satyros, mit ihrem Frauen
vormunde \ dem Anverwandten Ammonios, Sohne des Herakleides,
an den Bankhalter Sambas, genannt auch Didymos, Gruß. Zahle
aus an Charition, genannt auch Tasucharion, Tochter des Chari-
demos, und an Charition, Tochter des Didymos, im Beisein ihrer
beiderseitigen als Frauenvormünder wirkenden Ehemänner, nämlich
in Hinsicht der Charition, genannt auch Tasucharion, im Beisein
des ApoUonios, Sohnes des Apollonios, und in Hinsicht der an
deren Charition, im Beisein des Heron, Sohnes des Didymos, den
Kaufpreis für den halben Anteil ^ an einem Hause mit einem Hofe
nebst Beiplätzen und allem Zubehöre im Dorfe Theadelpheia des
Themistes-Kreises, gemäß den ihnen zuteil gewordenen Abtretungs
urkunden, in Höhe von 600 Silberdrachmen, von dem in meinem
Girokonto vorhandenen Guthaben, schreibe 600 Dr. Im Jahre 2 des
Imperator Caesar Kerva Traianus Augustus Germanicus, an 28. Tybi.
(2. Hand) Ich Charition, Tochter des Didymos, im Beisein meines
Frauenvormundes, nämlich meines Ehemannes Heron, Sohnes
des Didymos, gebe dir diese Quittung zur Einverleibung in
deine Akten 3, und ich habe abgehoben die mir zufallenden 300
Silberdrachmen, schreibe 300 Dr. Ich Heron unterschreibe*, zu
gleich namens meiner schreib unkundigen Ehefrau. Im Jahre 2
des Imperator Caesar Nerva Traianus Augustus Germanicus, am
28. Tybi. (3. Hand) Ich Charition, genannt auch Tasucharion,
Tochter des Charidemos, im Beisein meines als Frauen Vormund
wirkenden Ehemannes Apollonios, Sohnes des Apion, habe die
300 Drachmen, schreibe 300 Dr., abgehoben. Ich Apollonios unter
schreibe*, zugleich namens meiner schreibunkundigen Ehefrau.‘^
Um den Zusammenhang dieser Giroanweisung richtig zu ver
stehen, kommt es zunächst darauf an, die Worte [àKjoXoúOinç xaiç
‘ Über den KÙpioç s. Wenger, Stellvertretung S. 100ff.; Gott. Geh
Anz. 1907 S. 292ff.; Mittels, P. Lips. I 41 Einl.; Weiss, Archiv IV S. 78ff.;
Gradenwitz, Einfuhr. I S. 152 ff.
* Vgl. P. Straßb. I S. 54 f.; Weiss, Archiv IV S. 333 ff.
® vgl. hierüber S. 208. * d. h. als KÚpioç (Frauenvormund).