Abschn. 46. Selbständige Girobankbescheinignng.
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2. Bankfirma: Aià xfiç èv Mé|acpei ZapaTrímvoç xoO ’Apeíou àpxiepaxeúaavxoç
'Aòpiaveíou xf^ç Menqpixújv ttóXcujç xpanáCnç.
B. Auszug aus dem Girobuche:
3. Zahler: ’Avoußiiuv Avoußiuuvog Mejupeírriç àtrò TU|ivacrío(o) uíòç
àxroÍKOu^ 'HXíou ttóXiv (1. iróXeujç)
4. Empfänger: Aaßoixi ’Avoußiuuvo? prjTpòç Tv€(pepüù(xoç) Mepcpeíxr)
7raKXUjxo(û)2
5. Zahlung: Xoittòv xipnç,
6. Wofür: ou èihvrixai trap’ aùxoû K(ai) napeiXriqpev ttXoîou KoirpriToO
Xipvaiou aùv kôvxlu évi, pe0’ âç ëaxev ó Außoig uapà xoO
Avoußiuivo? Kaxà biafpacpnv bià xf|ç èv Mépqpei AttoXXujvîou
xoO ’AcTKXrimábou xpaTréZriç xiî» òieXr|Xu0óxi ë[x€i
(Hier bricht der Papyrus ab.)
Labois hatte an Anubion ein Schiff zur Beförderung von
Dung und Schlamm verkauft und eine Teilzahlung im Girowege
durch die Bank des Apollonios zu Memphis im vergangenen
Jahre erhalten; jetzt empfängt er die zweite und letzte Teilzahlung
durch die Bank des Sarapion zu Memphis. Weshalb die zweite
Zahlung nicht ebenfalls durch die Bank des Apollonios geschah,
ob etwa Apollonios inzwischen seine Bank an Sarapion verkauft
hatte od. dgl., läßt sich nicht entscheiden. Die Girobankbescheinigung
über die zweite Zahlung liegt uns hier vor. Ob über den Verkauf
des Schiffes ein Notariats vertrag oder ein Girobankvertrag
aufgestellt worden war, läßt die Urkunde nicht erkennen.
Das Gerippe der letztbehandelten Girobankbescheinigung lautet:
ó òeíva xiù beîva Xomòv xipfjç, worauf ini abgebrochenen Teile wahrscheinlich
noch òpaxpàç x nachfolgte. Es fehlt also jedes Zeitwort.
Dieses Fehlen des Zeitwortes und das Vorhandensein des
bloßen Akkusativs zeigt am deutlichsten, daß die Girobescheinigung
nichts anderes ist, als ein Auszug aus dem Girobuche der
Bank. Die Bank bescheinigt in diesem Auszuge: „Zahler der und
der (Ó òeíva), Empfänger der und der (xuj òeíva). Betrag der Zahlung
(òpaxpàç x)“. Dieselbe Formel wie die vorstehende Girobankbescheinigung
aus Memphis haben z. B. auch die unselbständigen
Girobank Verträge aus Hermupolis (s. Abschn. 67),
^ Berichtigung von Wilcken, Archiv III S. 244, nach P. Oxy. IV 719, 2:
Trapà Aiòújuou 'Appwvíou píixpòç ‘EXévrjç áir[oí]Kou 'HXíou 'tró[Xeu)]ç.
* Berichtigung von Wilcken, Archiv III S. 244, der wohl zutreffend
Verschreibung für uaKTUDT^ vermutet.