Full text : Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

286

Teil  IV.  Girobanknotariat.

òi’  ú|Li[újv]  èvecTTióOTii  õ[  ]va,  ßouXoiueOa  èX[  Jcrai.
Aló  èTriòíòo)Li[€v],  ÕTtujç  ám(T[TaXni  t]ií>  pviiiuovi,  ibç  KaOiÍKei.  Grenfell
und  Hunfi  schlugen  vor,  zu  ergänzen:  à[|iTTeXOù]va,  ßouX0|iie0a
àX[XoTpiüü](Tai.  Wessely  (aaO.)  dagegen  spricht  von  einer  SklavenèKXÚjprjcnç,
  er  scheint  also  ô[oûXov]  und  èK[xaipn]crai  zu  ergänzen.
Wessely  ist  auf  dem  richtigen  Wege;  wäre  d[|LiTreXúj]va  richtig,  so
würde,  wie  üblich,  die  Lage  des  Grundstückes,  wenn  auch  noch
so  kurz,  angegeben  worden  sein.  Meine  Vermutung,  daß  in  der
Lücke  òoOXov  dppeva  stecke,  wird  von  Kenyon  bestätigt;  es
scheint  nach  Kenyon  dazustehen:  0[oü]X(ov)  [dppejva^.
Zwei  weitere  Belegstellen  über  Sklavenkäufe  siehe  unten  S.  307.
Die  fünfte  Belegstelle  ist  BGU.  1073  (275  n.  Ohr.),  neu  herausgegeben ­
  von  Viereck  in  Klio  VIII  S.  423  ff.  Hier  war  einem
Künstler  namens  ApoUodidymos  das  Recht  der  àxéXeia  verliehen
worden  ;  ApoUodidymos  reicht  die  Besitzpapiere  an  den  Rat  seiner
Vaterstadt  Oxyrhynchos  ein,  und  der  Rat  sendet  sie  mit  einem
Anschreiben  an  die  ßißXioOiiKri  èTKTiícreuuv  (Z.  14ff.):
èírei  ouv  òkóXouOov  lyvujiLiev  eivai  raOxa  q)avep(újç)  dyevéTKtti
  úpív,  ív’  eiòfjxe  xfjv  ÚTtdpxoucrav  aòxúj  èK  xiôv  vópiuv
dxéXiav  Kui  xqv  òéoucTav  napáGecTiv  iroiiíaricrGe  xip
òvópaxi  aòxoO,  èmffxéXXexai  Opív,  qpíXxaxoi.
Zu  deutsch:  „nachdem  wir  es  für  nötig  erachtet  haben,  diese
seine  (des  Künstlers)  Berechtigungspapiere  ®  euch  öffentlich  zu  überreichen, ­
  damit  ihr  die  gesetzmäßig  ihm  zustehende  Steuerfreiheit
zu  Kenntnis  nehmet  und  die  erforderliche  Niederlegung  (der  Papiere
im  Fachwerke)  unter  seinem  Namen  ^  ausführet,  so  werden  sie  (die
Papiere)  euch  anbei  übermittelt“.
Der  Rat  von  Oxyrhynchos  hat  in  seinem  Dienstgebäude  unzweifelhaft ­
  eine  umfassende  Registratur  gehabt,  wo  allerlei  wichtige
und  unwichtige  Aktenstücke  tausendfältig  aufbewahrt  wurden  ;  dort
hätten  auch  die  Papiere  der  Bürger  über  die  ihnen  verliehenen
ÒÍKttia  eine  sichere  Stätte  gefunden.  Indessen  gibt  der  Rat  die
^  Class.  Rev.  1898  S.  435.
*  Kenyon  schreibt  mir:  „in  lacuna  Pap.  299,  7  would  not  admit  of
boOXov  dppeva  written  at  full  length  ;  but  there  are  traces  of  a  letter  written
above  the  line  which  would  suit  and  it  would  therefore  be  quite  possible
to  read  b[ou]X  [appejva.  ap-rreXiuva  is  not  possible,  the  first  letter  being
certainly  b“.
®  raOxa  bezieht  sich  auf  ein  voraufgehendes  bixaia.
*  vgl.  Abschn.  89.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.