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er auch später nach Zurücklegung einer schon weit durchmessenen
Laufbahn zurückkehrte, um in der Entfernung von
allem Verkehr seine entscheidende wissenschaftliche Arbeit auszuführen.
Die Anspielungen des Physiokraten Dupont, nach
denen Smith etwas ängstlich gewesen wäre, dürften sich, soweit
sie zutreffen, aus jenen Beziehungen und aus dem Umstande
erklären, dass der Verfasser des Völkerreichthums nie
Gelegenheit gefunden hatte, von den feindlichen, härteren und
männlicheren Seiten des Lebens eine gehörige Vorstellung zu
gewinnen. Auf der Universität Glasgow vorbereitet, kam er
nach Oxford, wo er den bekannten dort herrschenden Geist
würdigen lernte. Ein Exemplar von Humes „Tractat über die
menschliche Natur (der ursprünglichen Gestalt des Ilumeschen
Hauptwerks) wurde ihm dort weggeuommen. Er sollte sich
der Theologie widmen, verzichtete aber auf diese Laufbahn,
um sich allgemein philosophischen, namentlich aber moralphilosophischen
Studien zuzuwenden. Seine Ansichten waren
nicht sehr ausgeprägt, und er hatte noch keine Eigenschaften,
deren Folgen ihm, wie einem Hume, den Zugang in die Kreise
der Universitäten von vornherein verleideten. Der grosse
Philosoph hatte bei dom ersten Bewerbungsversuch nichts erreicht
und auf die weitere Bekanntschaft mit den Gonsequenzen
der Bigotterie und Urtheilslosigkeit verzichtet. Adam Smith
war, was wir nicht vergessen wollen, der Zögling einer Mutter,
und allen Schilderungen nach eine weiche, bildsame Natur. Er
wurde 1751, also mit 28 Jahren, Professor in Glasgow und
zwar zunächst für Logik, unter deren Titel er jedoch nur einleitungsweise
das Allernöthigste vortrug, um übrigens den ganzen
Cursus in ein ziemlich willkürliches Gemisch von Vorschriften
für den sprachlichen und sogar für den rhetorischen Gedankenausdruck
zu verwandeln. Bald darauf amtlich für die Moralphilosophie
verpflichtet, verharrte er in dieser professoralen
Thätigkeit über ein Dutzend Jahre. Dieser Zeit gehören die
Vorlesungen an, die in seinem Entwurf einen vierthciligon
Cursus bildeten, und von denen zwei Abtheilungen die Grundlagen
für die beiden von ihm veröffentlichen umfangreicheren
Werke wurden. Das eine der letzteren, die „Theorie der moralischen
Gefühle", erschien 1759 und fand sofort einen solchen
Beifall, dass sich Hume in seinem betreffenden Brief an den
langjährigen Freund zu einigen Winken über die Bedenklich-