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Jugendpflege.
Ver sacrum: Ihr leid das Saatkorn
einer neuen Welt.
eider ftellten (ich der obligatorifchen Sammlung der halbwüchfigen
Mädchen zur hauswirtfdiaftlichen Unterweifung
unüberwindliche Schwierigkeiten entgegen. In Verfolg der
überaus wichtigen Aufgabe gründete aber die Wohlfahrtzentrale
Anfang Mai 1915 gemeinfam mit dem Nationalen
Frauendienft in dem für den Zweck fehr geeigneten großen Haufe, Carnaper-Itraf^e
73, ein Tag.esfieim, in welchem fchulentlajfene Mädchen, etwa bis zum
20. Lebensjahre, im Kochen, in Hausarbeiten, Zufchneiden und Nähen von
Wäfche und Kleidungs(tücken, Wafchen und Bügeln, Flicken und Ausbejjern,
häuslicher Gefundheitspflege und Gartenarbeit unterwiefen und beim
Wandern, Singen und Turnen zu fröhlicher Gemeinfchaft vereinigt werden.
Audi dürfen die Mädchen an beftimmten Wochentagen unter Auf ficht zu
ermäßigtem Preife das Kur- und Schwimmbad in der Allee benutzen.
Für die Aufnahme in das Tagesheim wird ein Eintrittsgeld von 2 Mark
erhoben, außerdem für jeden Kurfus ein Einfehreibegebühr von 1 Mark.
Um aber auch völlig unbemittelten Mädchen den Befuch des Tagesheims
zu ermöglichen, wurden von Mitgliedern des Nationalen Frauendienftes
Mittel für Frei (teilen bereitgeftellt. Die Kochfchülerinnen erhielten anfänglich
im Heim freies Mittageffen, feit Herbft 1915 haben (le für die Mahlzeit
20 Pfg. zu entrichten. Die Teilnehmerinnen an den Nähkurfen können
entweder für (ich felbft oder gegen eine kleine Vergütung für die Wohlfahrtzentrale
arbeiten.
Für die Einrichtung des Tagesheims, die anheimelnd ausgeftatteten
Wohnräume mit Bücherei und Unterhaltungsfpielen, die hübfchen Eßzimmer