thumbs: Zusammenstellung der Aus- und Durchfuhrverbote

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Im Juni 1821, als die Unruhen in Italien ausgebrochen 
waren, hat Alexander I. Kankrin zum Kongress nach 
Laibach mitgenommen, um die beabsichtigten kriegerischen 
Operationen mit ihm zu beraten. Als diese nicht nötig 
wurden, kehrte Kankrin nach Petersburg zurück, wo er am 
31. Oktober desselben Jahres zum Mitglied des Staatsrats 
für das Departement der Reichs-Ökonomie ernannt wurde. 
Und nun folgt der Kulminationspunkt im Leben Kankrins: 
am 22. April 1823 wurde er, zur grossen Überraschung der 
höheren Kreise, zum Finanzminister ernannt. 
Die Lage der Finanzen, welche Graf Gurjew von 1810 
bis 1823 verwaltete und nun Kankrin iiberliess, war gerade 
zu kläglich. Die Misswirtschaft Gurjews während seiner 
Ministerzeit hat den Staat fast zur Katastrophe geführt. 
In aristokratischen Kreisen wurde die Ernennung 
Kankrins mit grossem Unwillen aufgenommen. Galt doch 
Gurjew für einen Mann, der seines Gleichen gerne mit dem 
Staatsgelde unterstützte und der das für die hungernde 
Bevölkerung bestimmte Geld womöglich aufsparte, um es 
dann zum Kaufe des für den Staat unnötigen Grundbesitzes 
eines Schwelgers auszugeben. Und Kankrin — »ein Mann, 
der in der sogenannten grossen Welt von Petersburg wenig 
bekannt war, der auch mit seinen schlichten und scharfen 
Formen wenig dazu angetan schien, in derselben sich ein 
zubürgern«, 1 ) — was war denn Gutes von solch einem 
Manne zu erwarten?! So bildete sich denn eine starke 
Opposition, die das Schlimmste wegen dieser Ernennung 
fürs Russland prophezeite. 
Es bedurfte wirklich eines starken Willens und einer 
starken Hand zu dem Wagnis, die zerrütteten russischen 
Finanzen zu ordnen. In den Berichten des Finanzministers 
hiess es zwar: »Alles in Ordnung!«, tatsächlich aber war 
es anders: beständige Defizite, Mangel an Geld, Handel, 
Industrie und Gewerbe im Verfall, häufige Bankrotte, tief ge- 
*) Keys. 29/30. —
	        
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