Barol
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Basalt
von Braunstein und Ätznatron und Fällen der in
Wasser gelösten Schmelze mit Bariumhydroxyd
dargestellt. — Bariumnitrat (Salpetersaurer
Baryt, Barytsalpeter, lat. Baryum nitricum,
Baryta nitrica, frz. Nitrate de baryte, engl. Barium
nitrate, Nitrate of baryt) entsteht beim Lösen
von Witherit oder Bariumsulfid in Salpetersäure
und Eindampfen bis zur Kristallisation
oder beim Vermischen heißer Lösungen von
Chlorbarium und Nätriumnitrat. Es bildet weiße,
glänzende, in Wasser leicht lösliche Kristalle von
der Formel Ba(N0 3 ) ä , die beim Glühen reines
Bariumoxyd hinterlassen, und findet in der Feuerwerkerei
als Grünfeuer sowie in der Sprengtechnik
als Ersatz des Salpeters Anwendung. — B ariumplatinzyanür,
eine Doppelverbindung von
Zyanbarium und Platinzyanür, Ba(CN) 2 .Pt(CN) 2
~(-4H 2 0, entsteht beim Einleiten von Zyanwasserstoff
in eine siedende Lösung von Platinchlorid
und Chlorbarium. Die schönen Kristalle,
welche Dichroismus von Grün und Gelb mit
violettem Schimmer zeigen, haben die Eigenschaft,
unter der Einwirkung von Röntgen-Strahlen
aufzuleuchten und werden daher zum
Nachweise dieser und ähnlicher Strahlen (radioaktiver)
benutzt. — Bariumsulfat (s. Pernranentweiß
und Schwmrspat). — Bariumsulfid
(Bariumsulfuret, Schwefelbarium, lat.
Ba. sulfuratum, frz. Sulfure de baryte, engl.
Sulfuret of barium), BaS, eine Verbindung von
8t,i o/o Barium mit 18,9 °/o Schwefel, kommt
meist nur in rohem Zustande für technische
Zwecke als eine poröse, von beigemengter Kohle
mehr oder weniger grau bis schwärzlich gefärbte
Masse in den Handel. Zu seiner Darstellung
formt man Schwerspatpulver mit Steinkohlenteer
zu Ziegeln, brennt diese zwischen
Kohlen in Schachtöfen und dampft die durch
Auslaugen mit Wasser erhaltene Lösung ein,
Bas Sulfid ist das Ausgangsmaterial für die
meisten Bariumsalze und findet in der forensischen
Analyse, weil es leicht arsenfrei zu erkalten
ist, Anwendung zur Fiersteilung von arsenfreiem
Schwefelwasserstoff. Die Verwendung
uls kosmetisches (Rasier- oder Enthaarungs-)
Mittel ist nach dem Farbengesetz verboten. —
Bariumsupe,roxyd (Ba.-peroxyd, Ba.-hy-Peroxyd,
lat. Barium hyperoxydatum, frz. Hyperoxyde
de baryte, engl. Hyperoxyde of bar
mm), BaO a , entsteht beim Erhitzen von Bariurnoxyd
(BaO) auf 700 0 als ein weißes, in
Wasser unlösliches Pulver, das aus der Luft
Rohlensäure anzieht und mit verdünnten Säuren
Wasserstoffsuperoxyd abspaltet. Bei 500—600 0
iriht es Sauerstoff ab. Ba. findet in steigendem
uaße Anwendung zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd
und flüssigem Sauerstoff.
Barol, ein mit Kupfervitriol vermischtes Tecr-?!'
Bas wie Karbolineum zum Imprägnieren von
H °lz dient.
t Barometer ■ (frz. Baromötrcs, engl. Baromeeis
) sind Instrumente zur Messung des Lufttucks.
Nach ihrer Konstruktion unterscheidet
jjan Quecksilber- und Aneroid-oder Holocriquebarometer,
von denen die ersteren
^vi.eder m Gefäß- und Heberbarometer zer-.
len. Die Quecksilberbarometer bestehen aus
t ® s mtig geschlossenen, mit Quecksilber gefülln
Glasröhren, bei denen nach dem Umdrehen
das Quecksilber von der Luft getragen wird,
während sich über seiner Oberfläche ein luftleerer
Raum befindet. Bei den Gefäßbarometern
taucht das offene Ende der Röhre in ein Gefäß
mit Quecksilber, während die Röhre beim Heberbarometer
U-förmig gebogen ist. An der oberen
Kuppe des Quecksilbers ist beim Gefäßbarometer
eine Skala angebracht, welche die Entfernung
der Kuppe von der Oberfläche der Gefäßfüllung
(den Barometerstand) in Millimetern
angibt. Die Heberbarometer tragen an jedem
Schenkel des U-Rohres eine Millimeterskala mit
Nonius, deren Angaben addiert den Luftdruck
ergeben. Aneroidbarometer sind luftleer gemachte
Metallkapseln, deren elastischer Deckel
durch die äußere Luft nach innen gedrückt wird
und dabei vermittels einer Spiralfeder mit Hebelübertragung
einen Zeiger bewegt. Auf einer
Skala nach Art eines Uhrzifferblattes kann der
Luftdruck direkt abgelesen werden. Beide Arten
von Barometern finden in chemischen und physikalischen
Laboratorien für wissenschaftliche
Zwecke ausgedehnte Anwendung. Im alltäglichen
Leben benutzt man sie meist als sog.
Wettergläser, weil sie auf Grund der Erfahrung,
daß bei hohem Luftdruck meist schönes
Wetter herrscht, auch eine Skala für „Schön
Wetter“, „Sturm“ usw. tragen. Die sehr bequem
zu transportierenden Aneroidbarometer
dienen außerdem zur Höhenmessung auf Bergen,
in Luftschiffen usw., da der Luftdruck mit
steigender Höhe regelmäßig, sinkt.
Barsch (Baars, Baarsch, Bärse, Bärschling,
Schrap, frz. Perche, engl. Perch) ist die
Bezeichnung einer artenreichen Familie von
Raubfischen, deren bekanntester Vertreter, der
Flußbarsch, Perca fluviatilis, eine messinggelbe
bis grünliche, am Bauche weißliche Farbe
besitzt. Die erste Rückenflosse ist bräunlichrotgrau,
die zweite grünlichgelb, die Brustflossen
sind gelbrot, die Bauch- und Afterflosse mennigoder
zinnoberrot. Das Fleisch ist sehr schmackhaft,
besonders vom August bis Januar, die
Laichzeit dauert von März bis Juni. Der B. wird
nicht über 2 kg schwer und ist am besten bei
einer Länge von 25—30 cm, —Der Seebarsch,
Labrax Lupus, welcher im Mittelmeer, dem
Atlantischen Ozean und an den Küsten Englands
vorkommt, wird bis 10 kg schwer und
ebenfalls als Nahrungsmittel verwendet.
Basalt (frz. Basalte, engl. Basalt), eines der
jüngsten Eruptivgesteine, welches meist inForm
einzelner kuppenförmiger Berge, zuweilen aber
auch in deckenförmigen Lagern, auftritt und
vielfach säulenartige Absonderung zeigt, besteht
aus einem innigen Gemenge von Augit (Kalziummagnesiumsilikat
mit Tonerde und Eisen),
Feldspat (s. d.) und Magneteisen, welches in
einer dichten schwarzen Grundmasse vereinzelt
andere Mineralien, namentlich grünen Olivin, in
größeren Kristallen eingebettet enthält. Da der
Feldspat (Plagioklas) häufig durch Nephelin
oder Leuzit (Kaliumaluminiumsilikat) ersetzt
wird, unterscheidet man Plagioklasbasalt,
Nephelinbasalt und Leuzitbasält. Auch
gibt es basaltische Laven, die in einigen Gegenden
zu Mühlsteinen verarbeitet werden. Der
eigentliche Basalt bildet wegen seiner großen
Flärte und Dauerhaftigkeit ein vortreffliches