Holzzeug
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Honig
Handel, solche, die zu der sogenannten Holzweberei
oder zur Herstellung von Holztuch benutzt
wird, und solche, die wie Werg aussieht
und aus regellos durcheinander gewirrten Fasern
besteht. Die Herstellung erfolgt aus Kiefernoder
Fichtenholz mittels besonderer Maschinen
in der Weise, daß die auf dem Schlitten der
Maschine dem Holz zunächst befindlichen verstellbaren
Ritzmesser das zu verarbeitende Material
der Länge nach in einzelne Fasern von der
gewünschten Breite (i—4 mm) zerschneiden, welche
dann durch das nachfolgende Spannmesser
in der ganzen Breite abgetrennt werden und als
Holzwolle unter die Maschine fallen. Zur Verringerung
des Volums preßt man sie dann zu
Würfeln von 80 cm Kantenlänge zusammen. Die
H. wird als vorzügliches Packmaterial und, ihrer
großen Elastizität wegen, als Polsterungsmaterial
benutzt. Auch als Streumaterial für Stallun
gen hat man sie empfohlen, und schließlich
verwendet man sie allein oder in Verbindung
mit Watte zu billigen Verbänden, zu Damenbinden
usw.
Holzzeug (Holzstoff, Holzschliff, frz. Matifere
de bois, engl. Wood pulp), das wichtige
Material der Papierfabriken, wird mit Hilfe
besonderer, von Wasser ständig benetzter Schleifsteine
aus dem von Rinde und Aststellen befreiten,
vielfach vorher noch gedämpften Holze
hergestellt, darauf durch Pressen oder Zentrifugen
zum Teil entwässert, vielfach durch Chlor
gebleicht und getrocknet. Zur Vermeidung der
durch Kleinlebewesen oder Gerbstoffe bisweilen
verursachten Flecke und .Verfärbungen muß feines,
eisenfreies Wasser und gesundes, zweckmäßig
vorher sterilisiertes Holz genommen werden.
Homatropin (Oxytoluyltropein), ein zusammengesetzter
Äther des Tropins (Spaltungsprodukt
des Atropins), wird durch wiederholles Eindampfen
der Lösung von Tropin und Mandelsäure
mit verdünnter Salzsäure in Form durchsichtiger
Pulver erhalten. Es wirkt wie Atropin,
aber weniger andauernd auf die Pupille erweiternd
ein und wird in der Augenheilkunde angewandt.
Honig (lat. Mel, frz. Miel,,engl. Honey) ist der
von der Arbeitsbiene, Apis mellifica, aus Blüten
aufgesaugte und in ihrem Honigmagen verarbeitete
Saft, der in den Waben (Wachszellen)
zur Ernährung der jungen Brut sowie als Wintervorrat
wieder abgeschieden wird. Er besitzt
frisch ausgelassen das Aussehen eines klaren,
zähklebrigen Sirups, trübt sich aber allmählich
durch Ausscheidung von Traubenzucker und
erstarrt schließlich zu einer mehr oder weniger
festen kristallinischen Masse. Je nach der Art
der Blüten, aus denen der Honig gesammelt
wird, und die für sein Aroma bestimmend sind,
unterscheidet man Anis-, Akazien-, Heide-, Klee-,
Linden-, Raps- usw. Honig. Eine Abart bildet
der von den Pollen der Nadelhölzer gesammelte
sog. Koniferenhonig, welcher dunkler gefärbt
ist, einen eigenartigen, terpentinähnlichen
Geruch und weniger süßen Geschmack besitzt.
Er gilt als minderwertig, ebenso wie der überseeische
sog. Havanna-, Kalifornische,
Chile-, Valparaiso-PL, welcher infolge seiner
Abstammung von duftlosen tropischen Blüten
fast gar kein Aroma besitzt. In seltenen Fällen
sind auch giftige Honige beobachtet worden,
die von einigen giftigen Rhododendronarten gesammelt
werden, für unsere Verhältnisse aber
keine Bedeutung haben. Der H. wird entweder
in unverändertem Zustande mit den Waben als
sog. Scheiben-H. in den Handel gebracht,
oder von den Waben getrennt als ausgelassener
H. Im letzteren Falle unterscheidet man je
nach der Art der Gewinnung Leck-H. (durch
freiwilliges Austropfen) und Schleuder-H.(durch
Zentrifugieren), ferner Preß-H. (kalt gepreßt),
Seim-H. (bei gelinder Wärme gepreßt) und
Land-H. (durch Schmelzen der Waben). Die
beiden ersten, als die reinsten Sorten, werden
auch Jungfernhonig genannt. Stampfhonig
(Roh-, Rauh- oder Werkhonig) wi d durch Einstampfen
derWaben mit allen darin befindlichen
Verunreinigungen gewonnen und gilt nicht als
eigentlicher Honig. In chemischer Hinsicht ist
der H. im wesentlichen eine wäßrige Auflösung
ungefähr gleicher Teile Glykose und Fruktose,
neben welchen noch geringe Mengen Rohrzucker,
Dextrin, Stickstoffsubstanzen, Mineralstoffe, Ameisensäure.
Aromastoffe, Wachs und Pollen Vorkommen.
Im Mittel enthält er 20% Wasser, 22
bis 44 0/0 Glykose, 32—49 °/o Fruktose, 0,8—2,7 °/o
Stickstoffsubstanz und 0,1—0,2 °/o Ameisensäure.
Von den zahlreichen Verfälschungen sind Zusätze
billigerer Zuckerarten, wie Rohrzucker,
Invertzucker und Stärkesirup am verbreitetsten,
aber es kommen auch völlige Nachahmungen in
den Verkehr, die ohne oder mit geringen Spuren
H. aus künstlich gelbgefärbtem und parfümiertem
Zuckersirup hergestellt und mit Blütenstaub
und Wachsteilchen garniert sind. Die früher für
diese Erzeugnisse beliebte Bezeichnung „Tafelhonig“,
„Präparierter Honig“ ist durch die
Rechtsprechung für unzulässig erklärt worden,
und derartige Proben dürfen daher nur in Büchsen
mit der deutlichen Inschri.t „Kunsthonig“
in den Verkehr gebracht werden. Ebenso wie
der direkte Zusatz fremder Zuckerarten, widerspricht
auch das indirekte Verfahren, die Zuckerfütterung,
dem Nahrungsmittelgesetz. Nach Ansicht
der reellen Imkerkreise ist die Verfütterung
von Zucker an die Bienen nur in Notfällen, d. h.
zur Überwinterung u. dgl., nicht aber zur Erzeugung
von H. gestattet. Auch durch künstliche
Zuckerfütterung gewonnener H. ist als verfälscht
zu beurteilen, wenn er nicht ausdrücklich als
Zuckerfütterungshonig bezeichnet wird. Der
H. bildet ein wertvolles Nahrungs- und Genußmittel,
das in steigenden Mengen von den deutschen
Bienenzüchtern in den Handel gebracht
wird. Nach der Viehzählung vom Jahre 1912 gab
es im Deutschen Reiche über 2600000 Bienenstöcke,
die 15235 t H. lieferten, und für die Zunahme
der Erzeugung spricht am besten die Tatsache,
daß der Einfuhrüberschuß von 32000 dz
im Jahre 1890 auf 2000 t sank. Es ist zu wünschen,
daß diese zwar mühsame, aber lohnende
Beschäftigung sich weiter ausdehnt. Neben der
Verwendung zum direkten Genuß wird H. auch
zur Herstellung verschiedener Präparate: Gereinigter
Plonig (lat. Mel depura um. frz. Mel
depurö, engl. Clarified Honey) der Pharmazie,
Rosenhonig (mit Rosenextrakt), Salizyl-H-,
Borax-PL (mit Borax und Glyzerin), ferner