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Erwin Respondek,
für die Kaufleute und Industriellen weiter gezogen. Sie finden für ihre
berechtigten Wünsche die denkbar geneigteste Berücksichtigung. So
leisteten die Bankanstalten Verzicht auf ein vorheriges Akzept oder
die Bankdomizilierung; Schecks, Wechsel werden auf das befreundete
Ausland zum Inkasso genommen, bis zum Eingang des Gegenwertes
diskontiert und auch kreditiert, Überweisungen von Konto zu Konto
zu den billigsten Gebühren vollzogen.
Durch diese vielseitigen Hilfsmaßnahmen hat die Notenbank den
Grund zu einer neuen gedeihlichen Entwicklung des Wirtschaftslebens
gegeben, auf dem für die nationale Verteidigung und Wohlfahrt des
Landes, soweit sie auf wirtschaftlichem Gebiete liegen, langsam weiter
gebaut werden kann.
Die Privatwirtschaft stellt aber nur geringe Anforderungen an die
Leihbereitschaft der Notenbank, obgleich ihr weitherziges Kreditange
bot zu einer lebhafteren Inanspruchnahme geradezu einladet. Das Porte
feuille der Handelswechsel weist demnach keine nennenswerten Ausschläge
nach unten oder oben auf und der Bestand an den während des Krieges
durch das Wirtschaftsleben erzeugten Wechseln übersteigt im Durch
schnitt kaum 300 Mül. Frcs. Es steht außer Frage, daß das französische
Noteninstitut sämtliche Möglichkeiten versucht, alle Erleichterungen ge
währt hat, um die Entwicklung des Wirtschaftslebens zu fördern und ihm
zur Lebhaftigkeit zu verhelfen. Aber wie schwach und langsam dieses
Wiederaufleben erfolgt, geht aus der Entwicklung des Wechselbestandes
hervor. Die Bank besaß im Portefeuille als Minimalbestand am 10.
Februar 1915; 213 Mül. Frcs., als Maximalsumme am 24. Dezember 1915
395 Mül. Frcs. Im Jahre 1916 war bis zum 3. August der niedrigste
Bestand 366,00 Mül. Frcs., der höchste 467,00 Mül. Frcs.
Dies bedeutet gegenüber den Ziffern der Friedenszeiten eine Ver
minderung von durchschnittlich 1250—1500 Mül. Frcs. 1 ). Es ist aber
zu berücksichtigen, daß ein sehr hoher Betrag von Moratoriumswechseln,
der seit Kriegsbeginn das Wechseiportefeuüle der Notenbank stark
belastete, rasch durch die Wirtschaftenden abgebaut wurde. Dieser
freiwillige Abbau erreichte in der Jahresepoche 1915;
24. Dezember 1914 . . . 3478,00 Mül. Frcs.
23. Dezember 1915 . . . r83g,oo „ „
d. b. eine Höhe von . . 1639,00 Mül. Frcs.
In der Zeit vom
23. Dezember 1915 . . . 1839,00 Mül. Frcs.
bis 3. August 1916 . . . 1438,00 „ „
eine Höhe von 401,00 Mül. Frcs.
l ) Nach den Wochenausweisen früherer Jahre war der durchschnittliche Wechsel-
bestand: 1911 .... 1200 Mül. Frcs.
1912 .... 1300 „ „
1913 .... 1500 „ „
Dagegen in den vorangehenden Jahren erheblich unter xooo Mül. Frcs.