Full text : Die Eisenindustrie in Südrußland

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war  hauptsächlich  für  Schieueuproduktion  bestimmt,  und  die  Regierung
hat  der  Gesellschaft  von  Anfang  große  Bestellungen  zugesichert.
Interessant  ist  es,  die  Bauunkosten  des  Werkes  zu  verfolgen.
Sie  waren  für:

Grund  und  Boden

1103  843  Rbl.

Baumaterialien

2715000  „

Maschinen

2  776  300

Transportkosten

936000  ,.

Ausladungskosten

183800  „

Zölle

1852500

Russische  Baumeister

3056  900  ,.

Ausländische  Baumeister

710000  „

Verschiedenes

763500  „

Gesamt

15082843  Rbl. 1

Die  Zollunkosten  machen  einen  hohen  Prozentsatz  aus.  Eine
bedeutende  Summe  entfällt  auch  auf  die  Transportkosten.  Interessant
ist  es,  sagt  Brandt,  auf  Grund  dieses  Beispieles  die  Summen  festzustellen, ­
  die  wieder  ins  Ausland  abgeflosseu  sind 1  2  3 .  Er  rechnet  dazu
zwei  Rubriken  Maschinen  und  die  Bezahlung  ausländischer  Baumeister,
also  zusammen  3486  300  Rbl.  Die  übrigen  11596443  Rbl.  sind
in  Rußland  geblieben.
Die  anderen  Werke  bedürfen  nur  weniger  Worte.  Das  schon
früher  erwähnte  Suhlinwerk  wurde  im  Jahre  1892  gründlich  umgestaltet. ­
  AndereNeugründungen  waren  die  folgenden:  Im  Jahre  1894
wurde  mit  belgischen  Kapitalien  die  „Almasnaja  A.-G.“  gegründet.
Gründer  waren  die  Dnieprovienne  und  die  belgische  Aktiengesellschaft
„Coquerille“ 8 .  Das  Aktienkapital  betrug  6000  000  Frcs.  Im  Jahre  1897
erschien  die  belgische  Aktiengesellschaft  ,,Hütten  und  Werkstätte  an
Olchowaja“,  mit  einem  Aktienkapital  vou  3125000  Eres.  Im  Jahre  1896
wurde  die  ,,Societe  Generale  de  Makejewka“  gegründet.  Diese  Gesellschaft, ­
  französischer  Abstammung,  wurde  von  der  „Societe  Generale“
(Paris)  und  „L’Omnium  beige“  ins  Leben  gerufen  mit  einem  Aktienkapital ­
  von  10000000  Eres.  Dann  kamen  im  Jahre  1899  die
„Belaja  A.-G“,  eine  Gründung  belgischer  Kapitalisten,  mit  einem
Aktienkapital  von  2  750000  Frcs.  und  die  „Krematorowskaja  A.-G.“,
welche  hauptsächlich  mit  Hilfe  deutschen  Kapitals  gegründet  wurde.
Als  Hauptaktionär  erscheint  in  der  Gegenwart  Borsig.  Das  Gründungskapital ­
  betrug  4500000  Rbl.  Alle  diese  Werke  beschäftigten  sich
am  Ende  der  90  er  Jahre  hauptsächlich  mit  Roheisenverhüttung,  was

1  Brandt,  a.  a.  O.,  S.  176.
2  Das  Petr.-Werk  ist  mit  Hilfe  des  belgischen  Kapitals  erbaut.
3  Cordeweener,  a.  a.  O.,  8.  178.
            
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