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Arbe'.terkategorien
1906
1895
18881/5
Hochofenarbeiter
1,15-1,85
1,30—2,50
0,70-1.90
Gießer
1,50
3,00
0,40—3,70
Schmied
1,15
1,50—2,50
0,40—3,00
Modellierer
1.25
1,50—2,00
0,35—1,80
Mechaniker
2,10
1,50—2,00
0,90—3,30
Hilfsarbeiter, Tagelöhner
0,95
0,80
0,20—1,40
Die Lohnbewegung zeigt danach in der Periode 1885—1895 eine
bedeutende Steigerung, hat dagegen in der zehnjährigen Periode von
1895 bis 1906 so gut wie keine Fortschritte gemacht. Nach Brandts
Berechnung war der Durchschnittslohn auf der Dnieprovienne in der
Mitte der 90er Jahre 1,50 Rbl. 1 Zehn Jahre später, und zwar im
Jahre 1906, war er nach unserer Rechnung niedriger als damals.
Für die Lohnbewegung in der Gegenwart muß man zwei Tat
sachen festhalten, deren Bedeutung für diese Bewegung ausschlag
gebend ist. Die erste ist die Krisis im Jahre 1901. ln diesem Jahre
und den folgenden findet wegen des Stillstandes des Geschäfts ein erheb
liches Sinken der Löhne statt; und die zweite ist, daß ein bedeutendes
Steigen der Löhne im Jahre 1905 unter dem Drucke der Revolutions
bewegung eintritt. Wie bekannt, war die politische Bewegung der da
maligen Zeit eng mit der ökonomischen verknüpft. So waren die Löhne
in den Eisenwerken vor und nach der Revolutionszeit folgende 1 2 :
Jahr
Durchschnittlicher Jahres
lohn in Eisenwerken
in Rubel
1904
260
1905
298
1906
408
1907
378
Die Löhne haben im Jahre 1906 ihren Höhepunkt erreicht. In
den späteren Jahren zeigt sich wieder eine abnehmende Tendenz.
Was die Leistung der südrussischen Arbeiter anlangt, so müssen
wir zwei weitere Momente auseinandersetzen: die Arbeitsleistung und
die Länge der Arbeitszeit. Wir beginnen mit dem ersten.
Die durchschnittliche Jahresproduktion eines Bergarbeiters in
Krivoj-Rog beträgt etwa 34800 Pud Eisenerze (im Jahre 1906). Wenn
wir die Hilfsarbeiter mitrechnen, so sind diese Ziffern auf 23000 Pud zu
reduzieren. Was ferner die Steinkohlengewinnung betrifft, so beträgt die
jährliche Ausbeute (im Jahre 1906) auf den Arbeiter 12000 Pud.
1 Brandt, a. a. O., S. 250.
2 Gornosawodski Listok 1908.