Full text : Die Eisenindustrie in Südrußland

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ßubriken

Kopeken

Hilfs-  und  Rohstoffe

15,815

Arbeitslohn

37,819

Administration

5,398

°/ 0  auf  umlaufendes  Kapital  .

2,717

Amortisation

16,002

Versicherung

0,705

Transportkosten

14,090

Staats-  und  Gemeindesteuer  .

5,808

Gesamtkosten

104,962

Die  Rente  d.  Berguuternehm.

9,480

Unternehmergewinn  ....

11,330

Zusammen  .

125,330

nämlich  daß,  während  die  Preise  auf  Roheisen  seit  der  Hochkonjunktur
etwa  um  25  °/ 0  abnahmen,  der  Preis  der  Schienen  nur  um  10,6  °/ 0
abnahm.  (Die  Preise  waren  im  Jahre  1900  125  Kop.,  seit  dem
Jahre  1903  zahlte  die  Regierung  für  Schienen  112  Kop.  pro  Pud).
Man  könnte  denken,  daß  die  Verarbeitungskosten  auf  Schienen  nach
der  Krisis  bedeutend  höher  geworden  seien  als  vorher,  wie  wir  es
auch  von  den  Industriellen  stets  hören.  Die  Tatsachen  aber  sprechen
bestimmt  dagegen.  Als  einzige  Ursache  der  Unkostenzunahme  nach
der  Krisis  konnte  nur  die  Vergrößerung  der  Abschreibungen  auf
Konto  der  Amortisation  der  Schienenwalzeinrichtungen  eine  Rolle
spielen,  da  die  Schienenproduktion  seit  dem  Jahre  1900  sich  nicht
nur  nicht  vergrößerte,  sondern  eher  etwas  abnahm.  Diese  Vergrößerung ­
  der  Abschreibungen  mußte  aber  nur  einige  Kopeken  pro
Pud  ausmachen,  und  konnte  liier  keine  Rolle  spielen.  So  bildete
die  Amortisation  auf  die  Schienenproduktion  nach  der  Berechnung
des  Gutachtens  der  Eisenindustriellen  bei  vollem  Gange  etwa  5  Kop.
pro  Pud 1 ,  eine  Ziffer,  welche  keinesfalls  als  niedrig  zu  bezeichnen
ist.  Da  die  tatsächliche  Eisenproduktiou  im  Jahre  1908  etwa  40°/ 0
der  Produktionsfähigkeit  der  Schienenwalzeinrichtungen  repräsentierte,
müssen  wir  die  Ziffern  der  Amortisation  für  die  Gegenwart  auf  12,5
feststellen,  oder  wenn  wir  annehmen,  daß  vor  der  Krisis  die  Werke
in  vollem  Gange  Schienen  produzierten  —  was  tatsächlich  nicht  der
Pall  war  —  so  mußte  die  Vergrößerung  der  Amortisationsunkosten
seither  also  bloß  7,5  Kop.  pro  Pud  mehr  betragen,  da  die  freien
Walzwerkstätten  gegenwärtig  zum  Teil  anderen  Produktionsarten
angepaßt  sind;  in  Wirklichkeit  ist  sie  noch  geringer,  jedenfalls  ist

1  Gutachten  der  EisenindustrielleD,  S.  15.
            
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