EIS
Fünfter Abschnf
Das Wertprodukt des zwölfstündigen Arbeitstages ist eine k%
stante Größe, zum Beispiel 6 Shilling. Diese konstante Größe f
gleich der Summe des Mehrwertes plus dem Wert der Arbeitskraf
den der Arbeiter durch ein Aequivalent ersetzt. Es ist selbst
verständlich, daß von zwei Teilen einer konstanten Größe keiner
nehmen kann, ohne daß der andere abnimmt. Der Wert &
Arbeitskraft kann nicht von 3 Shilling auf 4 steigen, ohne daß de
Mehrwert von 3 Shilling auf 2 fällt, und der Mehrwert kann ni®
von 3 auf 4 Shilling steigen, ohne daß der Wert der Arbeitekt#
von 3 Shilling auf 2 fällt. Unter diesen Umständen also ist k@
Wechsel in der absoluten Größe, sei es des Wertes der Arbeitskra®
sei es des Mehrwertes, möglich ohne gleichzeitigen Wechsel il“
relativen oder verhältnismäßigen Größen. Es ist unmöglich, daß gs
gleichzeitig fallen oder steigen.
Der Wert der Arbeitskraft kann ferner nicht fallen, also de
Mehrwert nicht steigen, ohne daß die Produktivkraft der Ar®%
steigt, zum Beispiel im obigen Falle kann der Wert der Arbeitskt#
nicht von 8 auf 2 Shilling sinken, ohne daß erhöhte Produktivkr
der Arbeit erlaubt, in 4 Stunden dieselbe Masse Lebensmittel 7
produzieren, die vorher 6 Stunden zu ihrer Produktion erheischt )
Ungekehrt kann der Wert der Arbeitskraft nicht von 3 auf 4 Shi
steigen, ohne daß die Produktivkraft der Arbeit fällt, also 8 Stund“
zur Produktion derselben Masse von Lebensmitteln erheischt sl
wozu früher 6 Stunden genügten. Es folgt hieraus, daß die Zunab”
in der Produktivität der Arbeit den Wert der Arbeitskraft ses)
und damit den Mehrwert steigert, während umgekehrt die Abnabl'
der Produktivität den Wert der Arbeitskraft steigert und den Mel
wert senkt.
Bei Formulierung dieses Gesetzes übersah Ricardo einen vr
stand: Obgleich der Wechsel in der Größe des Mehrwertes od
der Mehrarbeit einen umgekehrten Wechsel in der Größe %
Wertes der Arbeitskraft oder der notwendigen Arbeit bedingt, sol
keineswegs, daß sie in derselben Proportion wechseln. Sie nehn
zu oder ab um dieselbe Größe. Das Verhältnis aber, worin jed
Teil des Wertprodukts oder des Arbeitstages zu- oder abnim}
hängt von der ursprünglichen Teilung ab, die vor dem Wechsel
der Produktivkraft der Arbeit stattfand. War der Wert der Arbü
kraft 4 Shilling oder die notwendige Arbeitszeit 8 Stunden ig
Mehrwert 2 Shilling oder die Mehrarbeit 4 Stunden, und fällt, 445
folge erhöhter Produktivkraft der Arbeit, der Wert der Arb®l
kraft auf 3 Shilling oder die notwendige Arbeit auf 6 Stunde» he
steigt der Mehrwert auf 3 Shilling oder die Mehrarbeit auf 6 Sof
den. Es ist dieselbe Größe von 2 Stunden oder 1 Shilling, die ©
zugefügt, hier weggenommen wird. Aber der proportionelle Grön
wechsel ist auf beiden Seiten verschieden. Während der ink
der Arbeitskraft von 4 Shilling auf 3, also um 1/. oder 25 pZt.® A
steigt der Mehrwert von 2 Shilling auf 3, also um 1/_ oder 50 P