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6 .. *) Weltr. 88. — 2 ) Weltr. 85. — 3 ) Weltr. 84. — 4 ) Weltr. 91. —
°) Ök. 160. — «) Ök. 163—5. — 7 ) Ök. 165.
2) aus den Erhaltungskosten von der Zeit der beendigten
Produktion bis zum Verbrauch, nämlich Zinsen vom Kapital,
das in der Sache steckt, Verwahrungskosten, Abgaben, Ab
gang und Gefahr. 1 )
Die Normalpreise bleiben nun aber nicht immer die
gleichen; sie schwanken. Es gibt verschiedene Ursachen,
die diese Schwankungen hervorrufen. Gibt es z. B. zu
wenig Edelmetalle, so entsteht die Wohlfeilheit. Das Um
gekehrte ist der Fall, wenn zuviel Geld da ist. 2 ) Überhaupt
entstehe im Laufe der Zeit eine allgemeine Steigerung der
Preise »durch die Vermehrung der Silbermassen in den
kommunikabeln Ländern der Welt«. 3 )
Doch können die Preise auch infolge des Wettbewerbes
steigen oder fallen. Es ist aber naturgemäß nicht möglich,
daß Unterpreise für längere Zeit bestehen bleiben, da jede
Konkurrenz ihre Grenzen, über die sie nicht hinauskommen
kann, haben muß. Die Konkurrenz rufe jedoch nicht immer
die Wohlfeilheit hervor, vielmehr wecke sie »beim Verkauf
aus der zweiten und dritten Hand zuweilen einen Hang
z ur Teuerung«. 4 ) Vermehrt sich z. B. »in einer großen
Stadt zu schnell die Zahl der Läden, so wird alles teurer,
statt wohlfeiler, weil die allgemeine Tendenz zu leben und
nicht mit Schaden zu verkaufen es so mit sich bringt«. 4 )
Im allgemeinen aber, meint Kankrin, führe die Konkurrenz
die Preise auf »ein billiges Medium«, d. h. auf einen Mittel-
Preis zurück, und zwar nicht nur von Ort zu Ort, wie
2 - B. in größeren Städten, sondern auch in ganzen Länd
lichen. 5 ) Eine Ausnahme davon machen Getreidepreise,
w ° spezielle Ursachen hinzukommen, die das Steigen und
fallen der Preise von Jahr zu Jahr beeinflussen. 6 ) Endlich
S| nd zu erwähnen sogenannte Spezialpreise, die hoch und
niedrig sein können: z. B. Getreidepreise in Kriegszeiten,
die Preise bei Auktionen, beim Ausverkauf u. s. w. 7 ) Außer-