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sie notgedrungen nur mechanische Kausalität und äußerlich
beschreibende Induktion kennt. Der Begriff des Vorranges
gründet sich auf den uralten platonisch-aristotelischen Satz
„Das Ganze ist vor dem Teil". Wer diesen Satz nicht anerkennt
— oder richtiger: nicht begreift, denn er gehört zu jenen Sätzen,
die jeder annehmen muß, sobald er sie nur begreift — für den
ist Begriff wie Verfahren des Vorranges/allerdings ungültig.
Inhaltlich will der Aufsatz nebst einem Abrisse der ganz
heitlichen Lehre namentlich gine neue Grundlegung der Wirt
schaftspflege, der sog. Volkswirtschaftspolitik, geben, welche
über Listens Schutzzollehre hinausgeht. Dies, indem sie nicht
nur Zolltheorie ist, sondern ganz allgemein: erstens das
organische Verhältnis der Weltwirtschaft zur Volkswirtschaft,
ferner aber auch das der Volkswirtschaft zu ihren eigenen
Unterstufen — Gebiet, Verband, Betrieb, Haushalt, deren
Dasein bisher theoretisch in diesem Zusammenhange unbe
kannt war — nach dem Verfahren des Vorranges und ganz
heitlicher Zergliederung bestimmt. Es ist der Grundfehler der
Individualisten und Freihändler, vom Einzelnen unmittelbar
zum Weltverkehr überzugehen. Sie gleichen damit dem Manne,
der seinen eigenen Schatten überspringen will und denken
die Wirtschaft ohne jeden inneren Stufenbau, ohne wesenhafte
Gliederung überhaupt (was bei ihnen nur folgerichtig ist, da
sie in den Handlungen der Einzelnen als in wirtschaftlichen
Atomen, die ursprünglichen Bestandteile sehen). Es war aber
auch bisher ein Fehler aller organisch gerichteten Lehren, den
inneren Stufenbau der Volkswirtschaft zu übersehen, die Unter
ganzheiten dieses Stufenbaus, die ja vom Oberganzen, der
Volkswirtschaft, ebensowenig verzehrt werden können wie die
Volkswirtschaft von der Weltwirtschaft, in ihrem Eigenleben
nicht planmäßig zu beachten und sie darum nicht ebenso der
Wirtschaftspflege zu empfehlen, wie das Gesamtganze der
Volkswirtschaft selbst.