Full text : Die Schweiz

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die  Schweiz  darauf  angewiesen,  die  Erzeugnisse  seiner ­
  hochentwickelten  Industrie  gegen  ausländische
Lebensmittel  und  Rohstoffe  auszutauschen.  In  der
gleichen  Lage  befinden  sich  die  meisten  Länder  Westeuropas. ­
  Dagegen  vermögen  die  verhältnismäßig
schwach  bevölkerten  Ackerbauländer  Osteuropas  dem
industriellen  Westen  ihren  Überfluß  an  Lebensmitteln ­
  abzugeben.
e>»fuhr  und  Die  Gesamteinfuhr  der  Schweiz  erreichte  1909
den  Wert  von  1602  Mill.  Fr.,  die  Ausfuhr  1098
Mill.  Fr.  Mit  dieser  gewaltigen  Handelsbewegung
steht  die  Schweiz,  nach  der  Kopfzahl  der  Bevölkerung ­
  berechnet,  weitaus  an  der  Spitze  aller  Länder. ­
  Die  Mehreinfuhr  hat  nicht  notwendigerweise
die  Verarmung  des  Landes  zur  Folge;  denn  durch
den  Fremdenverkehr  und  durch  Geschäftsunternehmungen ­
  kommen  bedeutende  Summen  über  die
Grenze  herein,  die  den  Unterschied  im  Güteraustausch ­
  mehr  als  aufwiegen.
Handel  Die  Binnenlage  nötigt  die  Schweiz  zu  einem
«>7n",«nder„starken  Warenaustausch  mit  den  Grenzländern.  Vor
allem  lehnt  sie  sich  an  Deutschland  an,  wie  aus  der
hohen  deutschen  Einfuhr  hervorgeht;  Deutschland
sieht  in  der  Schweiz  einen  trotz  der  geringen  Größe
des  Landes  wichtigen  Abnehmer  seiner  Produkte.
Unter  den  vier  Grenzstaaten  hat  Österreich-Ungarn
die  schwächsten  Handelsbeziehungen  zur  Schweiz.
Der  Grund  liegt  wohl  darin,  daß  sich  das  schwach
bevölkerte  und  an  Hilfsmitteln  arme  österreichische
Alpenland  als  breite  Schranke  zwischen  der  Schweiz
und  dem  Kernland  des  Donaustaates  aufrichtet.
Anteil  Die  folgenden  Zahlen  zeigen  den  Anteil  einzelner
Pro;ente»  an  der  Einfuhr  und  Ausfuhr  der  Schweiz
in  Prozenten.^)
Einfuhr  Ausfuhr
Deutschland  33  o/o  23  %

*)  Alle  Zahlen  gelten  für  1909.
            
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