Full text : Die Schweiz

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Heute  ist  er  längst  zu  gunsten  des  Wiesenbaues  zurückgedrängt ­
  und  fast  völlig  verschwunden;  Unterwalden ­
  ist  der  grünste  Teil  der  Schweiz.  Die  prächtigen, ­
  ertragreichen  Wiesen  und  die  Alpweiden
machen  den  ganzen  Reichtum  des  Landes  aus.  Die
hoch  entwickelte  Viehzucht  vermag  aber  nicht,  der
gesamten  Bevölkerung  einen  ausreichenden  Erwerb
zu  verschaffen;  viele  Unterwaldner  wandern  aus
und  finden  auf  den  Gütern  Ostpreußens  als
„Schweizer"  Anstellung.
Unterwalden  ist  politisch  geteilt.  Der  Halbkanton
Obwalden  umfaßt  das  Sarnental  und  die  Landschaft ­
  Engelberg;  Nidwalden  beansprucht  den  untern
Teil  des  Engelbcrgtales  und  das  Südufer  des
Gersauer  Beckens.
Obwalden  steht  durch  Brünigbahn  und  -straßc
mit  dem  Berner  Oberland  in  Verbindung.  Vom
breiten,  bequemen  Paßübergang  an  senkt  sich  das
Sarnental  in  Stufen  zum  Spiegel  des  Alpnachersces.
  Im  obersten  Abschnitt  hat  sich  Lungern
am  gleichnamigen  Seelein  zu  einer  bekannten
Sommerfrische  entwickelt.  Um  der  Landnot  zu
steuern,  senkten  die  Anwohner  1836  den  Seespiegel
und  gewannen  damit  170  ha.  Kulturboden.  In  der
gleichen  Absicht  wurde  bis  1850  der  Giswilersec
entleert;  der  ehemalige  Seeboden  liefert  jetzt  deni
viehreichen  Land  Streuematerial.  Vom  schilfumsäumten,
  flachen  Ufer  des  Sarnersees  steigt  ein  Weg
ms  Melchtal  und  über  Melchsee-Frutt  zum  Jochpaß.
Vom  Hauptort  Sarnen,  4600  Einwohner,  läuft
der  breite  und  flache  Talboden  zum  Aadelta  aus.
äm  Rand  des  stellenweise  sumpfigen  Wiesengrundes
liegt  der  Terrassenort  Kerns  und  nahe  dem  See
l'l  l  p  n  a  ch  mit  dem  Schifflandeplatz  A  l  p  -
nachstad.
^  Der  Klosterort  Engelberg,  von  der  breiten
^chneekuppe  des  Titlis  3239  m  überragt,  wird  zu

Politische
Teilung

Obwalden

Cngelberg
            
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